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22. November 2011
FC Neustadt verliert drei Mal in Folge
Landesligist FC Neustadt ist völlig von der Rolle und sehnt die Winterpause herbei.
FUSSBALL-LANDESLIGA. "Es gibt nichts mehr schönzureden", sagt Heiko Geng, "was die Mannschaft gespielt hat, das war jenseits von Gut und Böse. Der Gegner war noch gnädig mit uns." 24 Stunden nach dem 0:4 beim FC Rielasingen-Arlen fühlte sich der Trainer des Landesligisten FC Neustadt "noch immer wie gelähmt". Auch für seinen Assistenten Andreas Ackermann, als Aktiver ein nie aufgebender Kämpfer, waren die 90 Minuten "sehr bitter". Beide waren froh, als das Spiel endlich abgepfiffen wurde, "denn wir waren chancenlos", sagt Geng.
Es war die dritte Niederlage des FC Neustadt in Folge und wie in den Spielen zuvor kassierten die Blauen erneut vier Gegentore. "Ich kann mir den Leistungseinbruch nicht erklären", sagt Trainer Geng, "einige Spieler sind von ihrer Normalform meilenweit entfernt und wir funktionieren auch als Team nicht mehr."Nach den jüngsten Misserfolgen hatte Geng der Mannschaft eine defensivere Ausrichtung verpasst. Spielmacher Dominic D’Antino und Torjäger Saliou Aborida standen nicht zur Verfügung. Peter Schubnell rückte deshalb auf die D’Antino-Position vor der Abwehr und Patrick Wehrle sowie Patrick Willmann wurden in die Viererkette beordert.
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Neustadts Trainer Heiko Geng
Beim 0:3 unmittelbar nach dem Seitenwechsel ließ sich Tobias Lickert, ansonsten die Zuverlässigkeit in Person in der Neustädter Abwehr, von Baratta düpieren. "Die Verunsicherung ist groß, das Selbstvertrauen weg. Die einfachsten Dingen funktionieren nicht mehr", sagt Co-Trainer Ackermann. "Was wir im Moment spielen, das ist kein Landesliga-Niveau mehr", findet Geng. "Die Abwehr ist löchrig wie ein Käse und vorne geht auch nichts mehr", sagt Vorstandsmitglied Alfons Janisch, der das Spiel im Stadion Talwiese als Zuschauer verfolgte. "So stark waren die gar nicht. Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass unsere Mannschaft das Spiel noch drehen kann."
90 Minuten gegen die DJK Villingen trennen den FC Neustadt noch von der Winterpause. Dann ist Zeit, die Wunden zu lecken. Den Kopf freizubekommen, Kraft und Mut zu tanken. "Einmal noch zusammenreißen", fordert deshalb Ackermann, "denn mit einem Negativerlebnis wollen wir nicht die Pause gehen."
Autor: Jürgen Ruoff
