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25. November 2011

Was folgt auf das Tiefpunkt-Spiel?

Trainer Heiko Geng fordert von seiner Neustädter Mannschaft im letzten Spiel des Jahres gegen die DJK Villingen eine Reaktion.

  1. Genug den Ball aus dem eigenen Netz geholt: Im letzten Spiel des Jahres wollen die Fußballer des FC Neustadt noch einmal alle Kräfte bündeln und sich mit einem Sieg in die Winterpause verabschieden. Foto: Patrick Seeger

FUSSBALL-LANDESLIGA. Heiko Geng hat noch immer schlechte Laune. Das 0:4 beim FC Rielasingen-Arlen drückt dem Trainer des FC Neustadt auch nach Tagen noch aufs Gemüt: "Man kann Spiele verlieren, das gehört zum Fußball. Aber so darf man ein Spiel nicht hergeben." Unverdaulich liegt ihm nach wie vor im Magen, dass seine Mannschaft irgendwann aufgehört hat zu kämpfen und sich in ihr Schicksal fügte: "Das möchte ich nicht mehr sehen", sagt Geng.

FC Neustadt – DJK Villingen (Samstag, 14.30 Uhr). In der ersten Trainingseinheit nach dem Tiefpunkt-Spiel las Trainer Geng dem überschaubaren Haufen, der sich montags zum Üben im Jahnstadion eingefunden hatte, die Leviten. Anschließend wurde "knüppelhart" trainiert. "Wir sind jetzt wieder geerdet nach all den Höhenflügen in einigen Köpfen", sagt Geng nach drei Niederlagen in Folge mit jeweils vier Gegentoren.

Er will am Samstag eine Reaktion der Mannschaft sehen – im letzten Spiel des Jahres. Im Heimspiel gegen die DJK Villingen. Das Hinspiel haben die Blauen mit 4:0 gewonnen. Es war das zweite Saisonspiel im August, es wurde zu einer Demonstration der Stärke. Nach der jüngsten Demonstration der Schwäche in Rielasingen schiebt Geng die Favoritenrolle entschlossen beiseite: "So was muss man sich erarbeiten", sagt er. Furchteinflößend aufgetreten sind die Neustädter zuletzt tatsächlich nicht, von einer Forderung will ihr Übungsleiter dennoch nicht abrücken. "Natürlich wollen wir ein positives Ergebnis am Samstag. So wie zuletzt wollen wir auf keinen Fall aufhören."

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Auf die D’Antino-Brüder muss Geng im letzten Landesliga-Auftritt des Jahres verzichten. Der eine ist verletzt, der andere beruflich verhindert. Wieder im Kader steht Marco Schwab nach seiner Knieverletzung. Geng tendiert allerdings dazu, zunächst die gleiche Elf wie in Rielasingen aufs Feld zu schicken. "Sie sollen zeigen, dass sie es besser können."

DJK Donaueschingen – SG Dettingen-Dingelsdorf (Sonntag, 14.30 Uhr). In der letzten Begegnung vor der Winterpause hat die DJK am Sonntag die SG Dettingen-Dingelsdorf zu Gast. In der Hinrunde gewann die Naidin-Elf am Bodensee überraschend mit 2:1. Mittlerweile warten die Allmendshofener seit acht Wochen auf einen Sieg. Der amtierende Vizemeister aus Dettingen-Dingelsdorf unterlag zuletzt auf eigenem Platz Spitzenreiter F. A. L. (0:1) und dem FC Radolfzell (2:3) und fiel dadurch auf den fünften Rang zurück. Mit 53 Treffern verfügen die Seehasen über die beste Offensive der Liga und reisen als Favorit in den Allmendshofer Sportpark, wo die SG allerdings seit dem Landesliga-Aufstieg 2009 noch nie gewonnen hat. Trainer Ovidiu Naidin will mit seiner Mannschaft an die starke Vorstellung zuletzt im Auswärtsspiel bei F. A. L. (0:2) anknüpfen und ist zuversichtlich, "dass endlich wieder gepunktet wird". Nach Ablauf seiner Sperre kehrt Matthias Leuthner in die Mannschaft zurück und soll helfen, die starke Gästeoffensive in Schach zu halten.

FC Furtwangen – Hegauer FV (Samstag, 14.30 Uhr). "Torreich und extrem heiß war’s, es ging hin und her, das Unentschieden war gerecht." So erinnert sich Spielertrainer Tim Heine an das Hinspiel seiner Furtwanger im Engener Ortsteil Welschingen. 4:4 hieß es am Ende. Seither hätten sich die Hegauer "besser stabilisiert" und nach vier Siegen in Folge werde der Tabellensechste sicher entsprechend selbstbewusst im Bregstadion auftreten. Drei dieser jüngsten Erfolge gelangen dem FV übrigens gegen Schwarzwälder Mannschaften: die DJK Donaueschingen (2:0), Königsfeld (6:3) und Neustadt (4:0). In diese Reihe der Unterlegenen möchten sich die Furtwanger auf keinen Fall einreihen. "Wir wollen mit aller Macht gewinnen", verrät Heine. Damit der vierte Saisonsieg gelingen kann, müsse man "aggressiv auftreten von Anfang an". Torjäger Jan Meier, der bei der 0:3-Niederlage in Pfullendorf wegen Grippe fehlte, steht dem Tabellenzwölften dabei wieder zur Verfügung. Ebenso der zuletzt beruflich verhinderte Stumpp. Heinzmann hat seine Sperre abgesessen, sein Einsatz ist aber wegen Leistenproblemen ebenso fraglich wie der von Prezer. Obwohl sich die personelle Lage bei den Furtwangern etwas entspannt hat, ist Heine froh über die Winterpause mit "Zeit zum Auskurieren". Doch vorher will der FC noch seinen zweiten Heimsieg feiern.

FC Königsfeld – Spvgg F. A. L. (Sonntag, 14.30 Uhr). Es ist eines der Spiele, auf die sich auch eine gebeutelte Mannschaft eigentlich freuen kann – weil sie da angeblich nichts zu verlieren hat. Weil nichts von ihr erwartet wird und weil gegen solche Gegner auch ganz andere Kaliber verlieren. So sieht das auch Patrick Fossé. Der Trainer des FC Königsfeld kündigt aber fast im gleichen Atemzug an, dass sich der Aufsteiger gegen den souveränen Spitzenreiter nochmals richtig reinhängen wird: "Wir werden alles in die Waagschale werfen, ein Punkt wäre toll." Es wäre übrigens der erste Punktverlust auf fremden Plätzen für die Spvgg, die auswärts auch das bessere Torverhältnis aufweist. Mit dem Derbysieg über die DJK Villingen verbesserten sich die Königsfelder auf den vorletzten Platz, der Erfolg stärkte Moral und Selbstbewusstsein, wie Fossé sagt. Wichtig sei auch gewesen, dass seine Mannschaft bei ihrem dritten Saisonsieg (1:0) erstmals ohne Gegentor blieb. Die Partie im Friedengrund war "mehr Kampf und Leidenschaft, spielerisch war’s grausam", gibt der FC-Coach zu. Das Hinspiel in Frickingen hat er als "Spiel auf Augenhöhe" in Erinnerung, die Königsfelder führten nach zwei Stürmer-Toren, bevor der Mitaufsteiger die Partie mit drei Treffern noch für sich entschied. Danach trennten sich die Wege auch in der Tabelle. Nun will der Vorletzte gegen das dominierende Team der Liga einen "guten Abschluss" schaffen, der Lust auf die Frühjahrsrunde macht.

Autor: Jürgen Ruoff, Annemarie Zwick und Georg Wild