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21. Mai 2012
Bahlinger SC bleibt in der Oberliga
Drei Pfahler-Tore beim 6:1-Sieg bei Absteiger SV Bonlanden.
F’USSBALL (vahr). Nach einer 1:6-Schlappe gegen den Bahlinger SC steht der SV Bonlanden endgültig als Oberliga-Absteiger fest. Die Bahlinger durften hingegen feiern. Sie haben mit dem Sieg die Rettung geschafft. Da sich die in der Tabelle hinter ihnen platzierten Teams aus Offenburg und Spielberg am letzten Spieltag gegenseitig Punkte abknöpfen werden, können die Kaiserstühler auf keinen Abstiegsplatz mehr abrutschen.
Schiedsrichter Dominik Schaal aus Tübingen verzichtete auf jegliche Nachspielzeit. Punktgenau nach 90 Minuten pfiff er die Begegnung ab – und damit waren die Fußballer des SV Bonlanden endlich von den Qualen dieses Nachmittags erlöst – und die Bahlinger von der Abstiegsangst. "Uns ist heute gnadenlos offenbart worden, warum wir zurecht absteigen", sagte SVB-Trainer Norbert Stippel. Ohne die Stammkräfte Christian Landenberger, Andrej Greif, Nico Presthofer und Alexander Blessin kamen die Bonlandener daher wie ein Ballon, in den mit einer Nadel gepiekst worden ist: Pfft, alle Luft draußen.
Mitunter versprühte die Begegnung den Charme eines Hobbykicks auf einer Freibadwiese. Unter dem weitgehenden Verzicht auf das Führen von Zweikämpfen, präsentierten sich Stippels Mannen als williges Abschussopfer. Über weite Strecken wirkte es, als trügen die Gäste ein unsichtbares Bitte-Abstand-halten-Schild vor sich her, welchem die Bonlandener denn auch brav Folge leisteten. Selten dürfte der Gegner so ungehindert einen Torreigen veranstaltet haben wie in dieser Partie.
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Zuvorderst einer tobte sich entsprechend fröhlich aus: Allein Benjamin Pfahler netzte dreimal mit satten Schüssen ein (18., 58., 68.). Hinzu kamen Treffer von Michael Schlegel (33.) sowie Walter Adam (66.) – und, wie es dann so ist, wenn sich das eine zum anderen fügt, zu allem Überfluss ein blitzsauberes Eigentor. Ein Abwehrversuch von Nico Kemmler ging im hohen Bogen nach hinten los (30.). Pech für den Schlussmann Philipp Günther, dass er just in dieser Begegnung eine Bewährungschance erhielt – das vermeintliche Bonbon für sonstige treue Ersatzbankdienste geriet zur bitteren Pille. Glück für die Bonlandener hingegen, dass der Kontrahent zwischendurch seine Pflicht bereits als erledigt sah – bis der Trainer Alexander Hassenstein sein Aufgebot in der Halbzeitpause daran erinnert haben mag, dass die Sommerpause noch nicht begonnen hat.
Autor: vahr



