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30. November 2011

EINWURF: Zugeknöpft in der Krise

Reden mag der Vorsitzende des Bahlinger SC derzeit nicht.

Die Liebe zum Fußball hat Dieter Bühler beim Bahlinger SC den honorigen Job des Vorsitzenden eingetragen. Doch die Liebe zum Fußball ist in diesen Tagen erkaltet. Bühlers Verein bewegt sich hart am Abgrund zur Verbandsliga. In den vergangenen zehn Spielen gelang nur ein Sieg. Nach zwei Rückrundenspieltagen hinkt der BSC, der sich eigentlich im oberen Tabellendrittel der Oberliga einsortieren wollte, als Letzter dem Feld hinterher. Trainer Jens Scheuer suchte das Weite, und die Mannschaft soll derzeit ein ziemlich zerrüttetes Bild abgeben. Da fällt es sicher nicht leicht, Antworten für die Öffentlichkeit zu finden, doch in der Not ist ein Vorsitzender als Fels in der Brandung gefordert. Bühler aber verkriecht sich in sein Schneckenhaus. Telefonische Anfragen blockt er ab ("zu viel zu tun"). Ein per E-Mail zugesandtes Fragenpaket bleibt trotz mündlicher Zusage unbeantwortet. Und die mehrfache Bitte um Rückruf, hinterlassen auf dem Anrufbeantworter des Mobiltelefons, wird geflissentlich ignoriert. Es steht nicht gut um den Bahlinger SC. Wenn sich die Mannschaft auf dem Feld an der austernhaften Verschlossenheit ihres Vorsitzenden orientiert, wird man auf die dringend notwendige Erfolgsserie im Frühjahr vergeblich warten.

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Autor: Matthias Kaufhold