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01. Dezember 2011
Felsenfest ist der Glaube
Beim Oberliga-Schlusslicht Bahlinger SC ist man von der Wende im Frühjahr überzeugt.
FUSSBALL. So schnell bricht beim Bahlinger SC nicht das Chaos aus. Energisch tritt der Vorsitzende Dieter Bühler dem Eindruck entgegen, der Fußball-Oberligist sei nach dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz und dem Rücktritt von Trainer Sven Scheuer in der Auflösung begriffen. Richtig sei, dass zwei Spieler aus beruflichen Gründen in der Winterpause den Verein verlassen werden. Im Gegenzug sollen ein oder zwei Zugänge den abstiegsgefährdeten Kaiserstühlern weiterhelfen. Genauso wie ein neuer Übungsleiter.
Die Zwischenlösung mit dem Trainerduo Edmir Bilali und Jens Matuschek, unterstützt vom sportlichen Leiter Roland Tranzer, ende auf jeden Fall nach dem letzten Spiel der Herbstrunde am Samstag beim Kehler FV. "In den Wochen bis Weihnachten werden wir dann den Markt sondieren", sagte Bühler am Mittwoch der Badischen Zeitung. Kontakte seien noch keine geknüpft worden, auch nicht zu Rainer Scharinger, der seit seiner Zeit als (Spieler-)Trainer beim BSC (2003 bis 2006) freundschaftlich mit Bühler verbunden ist. "Natürlich würden wir ihn mit Handkuss nehmen", stellte Bühler klar. Jedoch sei der 44-jährige Ex-Coach des Karlsruher SC ausschließlich auf den Profibereich fixiert. "Wenn bei ihm irgendwann einmal die Entscheidung fällt, dem großen Fußballgeschäft adieu zu sagen, wären wir sicher eine mögliche Adresse", glaubt der Vorsitzende.Werbung
Bühler verhehlt nicht, dass er gerne an Jens Scheuer festgehalten hätte. Doch spätestens mit der 0:3-Heimniederlage gegen die Stuttgarter Kickers am Samstag sei die Stimmung rund um die Ponderosa gekippt. "Wenn Ergebnisse nicht stimmen, kommt im Umfeld und bei Sponsoren Unruhe auf", sagte Bühler. Für Scheuer seien die Voraussetzungen für eine gute Arbeit schwierig geworden. "Er wollte einem Neuanfang nicht im Wege stehen."
Felsenfest ist der Vorsitzende davon überzeugt, dass der Mannschaft der Umschwung im Frühjahr gelingen wird: "Wenn man die ersten zwei Mannschaften ausblendet, steckt die Klasse ganz eng zusammen." Drei Punkte sind es nur bis zu einem Nichtabstiegsplatz. Nach der Winterpause stehen Innenverteidiger Manuel Binninger und Mittelfeldakteur Niklas Ginter nicht mehr zur Verfügung. Binninger wird ein Berufspraktikum in London absolvieren, Ginter ist durch sein BA-Studium und das Scouting beim SC Freiburg zu stark eingebunden. "Wir werden auf jeden Fall versuchen, ein, zwei neue Spieler zu bekommen", stellte der Vereinschef klar. Wohlwissend, dass Wechsel im Winter nicht so leicht zu bewerkstelligen sind.
BÜHLER NIMMT STELLUNG
Das sagt Vorsitzender Dieter Bühler, warum er trotz mehrfacher Kontaktaufnahme durch die BZ (Einwurf vom 30.11.) zwei Tage lang eine Antwort schuldig blieb: "Am Montag war ich geschäftlich den ganzen Tag unterwegs und nicht im Büro. Ich wollte das Interview nicht zwischen Tür und Angel führen. Am Dienstag war ich über einen längeren Zeitraum außer Gefecht, da ich bei einer ärztlichen Untersuchung eine Vollnarkose erhielt."
Autor: mat
Autor: Matthias Kaufhold
