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09. Dezember 2011
Jede Menge Turbulenzen
Hochs und Tiefs wechseln bei Verbandsligisten Donaueschingen und Bad Dürrheim in rascher Folge.
FUSSBALL-VERBANDSLIGA (zwi). Zwei Schwarzwälder Vereine mischen in dieser Spielzeit in der Verbandsliga mit. Besser als erwartet, nämlich in der ersten Tabellenhälfte, konnte sich der FV Donaueschingen behaupten und bei Neuling FC Bad Dürrheim zeigt nach einer Schwächephase die Tendenz nach oben. Eine Bilanz der Herbstrunde.
Christoph Fluck, Trainer des FV Donaueschingen, ist voll des Lobes über den Charakter seiner Mannschaft: Die "lässt sich einfach führen und zieht immer mit". Das "Feuer brennt" noch im Interimstrainer der Donaueschinger, wie er selbst sagt – dennoch ist für ihn nach drei Spieltagen in dieser Position Schluss, weil das Amt eines Verbandsliga-Trainers "sehr aufwendig" sei und der Projektmanager sich auf seinen Beruf konzentrieren möchte. "Der Verein muss sich um einen Trainer kümmern", sagt Fluck und hofft im Interesse der Spieler auf eine baldige Entscheidung. Nach seiner Kenntnis gab es schon Gespräche mit zwei Kandidaten, doch sei bisher nichts spruchreif. Als Abgänge in der Winterpause stehen bisher Tobias Kratt, Dennis Maier und Gianpierre Notarpietro fest. Von den drei Tuttlingern, die vor der Saison zum FVD gekommen waren, wird Torjäger Matthias Weinmann "definitiv bleiben", weiß Fluck. Alexander Wipf habe sich noch nicht entschieden, bei Fabio Paterno stünden die Zeichen wohl eher auf Abschied.Werbung
Sportlich ist der FV Donaueschingen als Tabellenachter mit 25 Punkten "absolut im Soll", wobei sogar noch ein paar Punkte mehr drin gewesen seien. Ein guter Start mit drei Siegen in Folge vom fünften bis siebten Spieltag brachte die Baaremer einmalig sogar auf Rang drei. Von zwei Ausnahmen abgesehen, behaupteten sie sich immer in der ersten Tabellenhälfte. "Reiner Scheu hat gut gearbeitet", lobt Fluck seinen Vorgänger, der nach dem 15. Spieltag zurückgetreten war. Weniger wegen der drei Niederlagen in Folge, sondern weil der Fußballlehrer mit dem hohen Anspruch sich in seiner Arbeit von der Vereinsführung zu wenig unterstützt sah.
Was Fluck am FVD auch imponierte: "Die Mannschaft kam immer zurück nach Niederlagen". So habe sie direkt nach der schlechtesten Leistung gegen Mörsch bei der knappen Heimniederlage gegen das Spitzenteam Singen eines ihrer besten Spiele gezeigt. Deshalb ist dem früheren Donaueschinger Spieler nicht bange um "seine" Mannschaft.
Von mehreren "Hochs und Tiefs" weiß Bad Dürrheims Trainer Antimos Amanatidis zu berichten, wenn er sich an die erste Saisonhälfte erinnert. Das erste Hoch markierten sieben Punkte aus den ersten vier Spielen seiner Bad Dürrheimer nach dem Aufstieg. "Krönender Abschluss" nennt er ironisch die 3:5-Niederlage bei Schlusslicht Waldkirch im letzten Spiel des Jahres nach vorangegangenem Hoch mit drei Siegen und einem Remis. "Wir tun uns gegen Mannschaften, die hinten stehen, schwerer", diese Erfahrung habe sich wieder bestätigt. Gegen "obere Mannschaften" habe man dagegen öfters gute Ergebnisse erzielt, wie etwa der Heimsieg gegen Singen zeigte. Mit 21 Punkten und dem elften Platz ist der Trainer der Salinenstädter "zufrieden". Erfreulicherweise habe sich seine junge Mannschaft recht schnell in der höheren Liga zurechtgefunden.
Allerdings gab’s 37 Gegentore, nur drei Teams kassierten noch mehr. "Richtig schlimm" fand Amanatidis das 1:7 in Hausen, wo kein Bad Dürrheimer auch nur annähernd Normalform erreicht habe. Die Salinenstädter leisteten sich "noch zu viele Aussetzer", kritisiert ihr Trainer – vor allem zu Beginn und gegen Ende der Spiele. "Die Konzentration über 90 Minuten hochhalten", daran müsse man verstärkt arbeiten. Gelingt das künftig, sollten auch die Torchancen besser genutzt werden. Während die Dürrheimer daheim 17 Punkte holten, reichte es auswärts bislang nur zu vier Zählern.
Der FC-Coach rechnet mit einigen Veränderungen im Kader: Drei bis vier "Unzufriedene" würden den Verein wohl verlassen. Um wieder 20 bis 21 Spieler zur Verfügung zu haben, sei man im Gespräch mit neuen Kandidaten für Positionen "von vorne bis hinten". Am Ziel Klassenerhalt hat sich nichts geändert.
Autor: zwi
