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02. Dezember 2011
Rücksicht ist nicht vorgesehen
Am Samstag gastiert Maximilian Heidenreich an alter Wirkungsstätte in Weil / Sein neuer Verein FC Denzlingen benötigt die Punkte.
FUSSBALL. Angenommen, eine Saison ginge 90 Minuten, dann läge der SV Weil nach gut einer Stunde 0:2 zurück. Viel Zeit bleibt nicht mehr, das Spiel noch zu gewinnen – und die Saison zu retten. Am Samstag trifft der SV Weil zuhause auf den FC Denzlingen. Drei Punkte sind fest eingeplant.
Maximilian Heidenreich wäre gerne unter anderen Umständen zurück nach Weil gekommen. Derzeit ist die Lage aber für beide Vereine prekär. Der Ex-Trainer des SV Weil und neue Trainer des FC Denzlingen steht nach der bisher gespielten Saison mitten im Abstiegskampf. "Da können wir leider keine Rücksicht nehmen", sagt er. Zuletzt hat seine Mannschaft zwar gute Spiele gemacht, aber häufig das Tor verfehlt. So stand auch am vergangenen Wochenende eine 1:3-Niederlage gegen Schutterwald und ein enttäuschender 13. Tabellenplatz, der wahrscheinlich den Abstieg bedeuten wird.Denzlingen braucht die Punkte, könne aber, so Heidenreich, im Gegensatz zu Weil auch mit einem Unentschieden leben. "Die Nerven werden sicher eine Rolle spielen", sagt er. Das Spiel könnte trotz der miserablen Tabellenkonstellation dennoch ein gutes werden. Immerhin sind beide Mannschaften wegen ihrer offensiven Stärken bekannt, aber nicht mehr gefürchtet. Dafür sind beide Teams in der Defensive anfällig.
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Keiner weiß das so gut wie der Weiler Trainer Mathias Chrobok. Nach seinem Einstand als neuer Trainer hat er sich das Abwehrverhalten deshalb als wichtigste Aufgabe vorgenommen. Jetzt versucht er seinen Spielern beizubringen, wie man sicher und kompakt steht, Zweikämpfe für sich entscheidet und trotzdem schnell nach vorne umschaltet. "Es wird besser", sagt Chrobok. In den zurückliegenden drei Spielen hat seine Mannschaft nur drei Tore kassiert, dafür aber auch zwei Spiele verloren. Bei der 0:1-Niederlage in Hausen sah er sein Team zumindest in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe.
Auch Chrobok hätte sich mit seinem Trainerkollegen Heidenreich lieber unter anderen Umständen getroffen. Die zwei kennen sich seit Jahren und schätzen sich. Die Umstände dieser Begegnung sind aber nicht zu ändern. Und so strebt auch Chrobok einen Sieg an. Bei noch ausstehenden 13 Spielen müsse seine Mannschaft jedes zweite Spiel gewinnen, um die Klasse zu halten, rechnet Chrobok vor. 35 Punkte sind das Ziel, derzeit haben die Weiler gerade einmal 13. Einzig positiv aus Weiler Sicht ist die Rückkehr zweier wichtiger Spieler. Offensivmann Simon Blaschke hat seine Adduktorenverletzung auskuriert und steht zur Verfügung. Auch Oldie Thomas Schwarze steht für einen Einsatz bereit. Nur hinter Torwart Keven Hill steht ein Fragezeichen.
Autor: Andreas Frey
