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12. März 2010
Vom Torjäger zum Trainer
BZ-Interview mit Achim Thoma, der an alter Wirkungsstätte eine neue Tätigkeit übernimmt.
FUSSBALL. Ringtausch in der Winterpause im Fußballbezirk Freiburg: Jens Scheuer, Trainer des Verbandsligisten FC Bötzingen, kehrt im Sommer an seine alte Oberliga-Spielstätte nach Bahlingen zurück, seine Aufgabe übernimmt Stefan Licklederer, der aktuelle Trainer des Verbandsligisten SF Elzach-Yach. Dessen Posten übernimmt wiederum Achim Thoma, derzeit noch Stürmer in Scheuers Aufgebot. BZ-Redakteur Claus Zimmermann sprach mit Thoma, der in der Verwaltung der Freiburger Mooswaldklinik arbeitet.
BZ: Wenn für Sie als Trainer die neue Saison beginnt, werden Sie 29 Jahre jung sein – ist das nicht zu früh für einen der beständigsten Stürmer der Region, um die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen?Thoma: Ich denke, wie in so vielen Bereichen ist auch diese Entscheidung nicht abhängig vom Alter. Nach 25 Jahren aktivem Fußball freue ich mich darauf, im Fußball aus einer anderen Sichtweise tätig zu sein. Außerdem bin ich leider in diesen 25 Jahren auch nicht von schweren Verletzungen verschont geblieben.
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Thoma: Ja, hoffentlich klappt es, mit dem FC Bötzingen unsere aktuelle Position zu halten und in die Oberliga aufzusteigen. Das wäre ein perfekter Abschluss. Bei jedem dieser Vereine habe ich einiges an Erfahrung sammeln können. Das ich rückblickend in jedem Team meinen Teil zum Erfolg beigetragen habe, bringt natürlich auch eine gewisse Bestätigung der eigenen Leistung mit sich.
BZ: Was hat Sie bewogen, zur kommenden Saison auf die Trainerbank im Elztal zu wechseln?
Thoma: Die Herausforderung, die der Job des Trainers beinhaltet. Zusätzlich hat der gute Kontakt zur sportlichen Leitung den Ausschlag gegeben.
BZ: Wie bereiten sie sich auf die künftige Tätigkeit vor?
Thoma: Die Planungen für die neue Saison laufen bereits. Einiges was Vorbereitung, Trainingslager und so weiter betrifft, steht schon fest. Aus der Zeit als Spieler nimmt man natürlich Trainingsmethoden, Abläufe teilweise mit.
BZ: Trainer können – normalerweise – keine Tore schießen. Schließen Sie auch im Bedarfsfall eine Rückkehr aufs Spielfeld aus?
Thoma: Ich habe mich für die Tätigkeit als Trainer entschieden. Hinter dieser Entscheidung stehe ich voll und ganz.
BZ: Ihr Schritt nach vorn ist auch ein Schritt in sportliche Vergangenheit. Beim damaligen SC Elzach war "Sturm und Drang" eine Tugend des jungen Torjägers Thoma, bei den folgenden Stationen waren mehr und mehr Erfahrung und Abgeklärtheit von Vorteil. Welche Eigenschaften werden Sie künftig als Trainer brauchen?
Thoma: Die gesunde Mischung ist ideal. Für einen Trainer sind jedoch mehrere Faktoren entscheidend.
BZ: Für den Rest der Saison tragen Sie zwei Seelen in der Brust: Für den FC Bötzingen geht es um die Meisterschaft, für die SF Elzach-Yach um den Klassenerhalt. Wie gehen Sie damit um? Wie wahrscheinlich ist es, dass sich der FC Bötzingen und die SF Elzach-Yach im kommenden Spieljahr in einem Derby begegnen?
Thoma: Ich freue mich auf die Rückrunde mit hoffentlich erfolgreichem abschneiden für den FC Bötzingen. Somit wäre ein Derby Bötzingen gegen Elzach nächste Saison nicht möglich. Den Klassenverbleib für Elzach schätze ich als durchaus machbar ein.
BZ: Wenn am Wochenende gespielt worden wäre, wären Sie morgen in Schutterwald angetreten, am Sonntag hätten die Sportfreunde den SV Endingen zum Derby erwartet. Welche Ergebnisse hätten Sie getippt?
Thoma: Schutterwald gegen Bötzingen 0:2, Elzach gegen Endingen 1:0.
Autor: cz


