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12. August 2017 18:01 Uhr

DFB-Pokal

2:1-Sieg in Halberstadt: Der SC Freiburg zieht in die zweite Runde des DFB-Pokals ein

Der SC Freiburg zieht in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Das Team von Christian Streich gewann bei Germania Halberstadt mit 2:1. Zum Schluss wurde es noch einmal spannend.

  1. Freiburgs Torhüter Schwolow musste nicht oft eingreifen, diese Szene war jedoch gefährlich. Foto: dpa

  2. Herzliche Begrüßung: Freiburgs Trainer Christian Streich (rechts) und Halberstadts Coach Andreas Petersen, der der Vater von Freiburgs Spieler Nils Petersen ist. Foto: dpa

Im Friedensstadion herrschte vor dem Pokalspiel eine geradezu familiäre Atmosphäre. Das lag natürlich an dem Vater-Sohn-Duell der Petersens, aber auch an der Vorfreude auf ein Fußballfest, das es in Halberstadt so noch nicht gegeben hat. Da die Germania-Shirts und Fanschals wie die Freiburger vor allem von den Farben Rot und Schwarz dominiert wurden, war ohnehin nur schwer ein Unterschied auszumachen, und die Dichte an Petersen-Trikots war ähnlich hoch wie in Freiburg. (Liveticker zum Nachlesen)

Der Stadionsprecher ließ vor dem Anpfiff SC-Fansongs laufen mit schönen Grüßen an den "sympathischsten Bundesligisten". Und auf dem Platz tauschte sich SC-Trainer Christian Streich intensiv mit Andreas Petersen aus, dem Germania-Trainer und Vater von Nils Petersen. Der hatte schon vor dem Spiel befürchtet, dass seine Mannschaft zu nett mit seinem Sohn und dessen Team umgehen könnte, weil sie Nils so gut kennen.

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Petersen per Dropkick zum 1:0

Den Stürmer nahmen die Halberstädter dann aber in so enge Deckung, dass er sich in seiner Heimat zunächst nicht so präsentieren konnte, wie er sich das gewünscht hatte. Aber nicht nur sein Vater weiß, dass Nils Petersen nicht viele Ballkontakte braucht, um ein Tor zu erzielen. In der 34. Minute war es tatsächlich so weit. Nach einer Kopfballablage von Florian Niederlechner traf der Stürmer per Dropkick. Torwart Paul Büchel, der zuvor einige gute Paraden gezeigt hatte, war ohne Chance. Das galt erneut in der 42. Minute, als der Sportclub auf 2:0 erhöhte, allerdings mit Hilfe der Gastgeber. Ein Schuss von Nicolas Höfler wurde doppelt abgefälscht und von Adli Lachheb unglücklich ins eigene Tor befördert.

Die Pausenführung für den Bundesligisten war verdient, weil er das Spiel von Beginn an dominiert hatte. Im ungewöhnlichen 3-4-3-System mit dem wiedergewählten Kapitän Julian Schuster als zentralem Mann in der Dreierkette und der Offensive mit Janik Haberer, Petersen und Niederlechner ließen die Freiburger den Ball durch ihre Reihen zirkulieren. In den wenigen Situationen, in denen sie mal eine Lücke in der VfB-Verteidigung fanden, konnte sich Halberstadt jedoch auf seinen Torwart verlassen, der gleich dreimal gegen Niederlechner (6./13./16.) parierte und nach einer Ecke von Schuster auch einen Hackenschuss von Haberer (16.) wegboxte. Auch Christian Günter (30.) scheiterte mit einem Weitschuss an Büchel.

Michel sorgte in der 88. Minute noch einmal für Spannung

Der Regionalliga-Aufsteiger hatte in der ersten Hälfte die erste Chance durch einen Freistoß von Benjamin Boltze (11.), der knapp über die Latte flog und direkt nach dem SC-Führungstreffer durch Torjäger Tom Nattermann (35.), dessen Schuss allerdings abgeblockt wurde. Nach der Pause wurde Halberstadt nur kurz etwas mutiger, der SC behielt die Kontrolle und hatte durch Mike Frantz (56.) auch die nächste Chance. Sein Schuss streifte aber am Pfosten vorbei.

Es war klar, dass sich die Freiburger nur durch eigene Nachlässigkeiten noch selbst schlagen konnte. Eine solche leistete sich Marc Oliver Kempf in der 61. Minute, wurde dafür aber nicht bestraft, weil Florian Beil übers Tor köpfte. Etwas lauter wurde es im Friedensstadion in der 81. Minute, als Nils Petersen ausgewechselt und von allen Tribünen aus beklatscht wurde. Für Hochstimmung beim den heimischen Fans sorgte dann noch Kay Michel, der in der 88. Minute nach einem Konter den Anschlusstreffer erzielte und doch noch für etwas Spannung, aber nicht mehr für die Wende sorgte.

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Autor: Daniela Frahm