Bundesliga

So geht der VfB Stuttgart in das Derby gegen den SC Freiburg

David Weigend

Von David Weigend

So, 16. September 2018 um 09:25 Uhr

SC Freiburg

Acht Neue, null Tore und eine Taktik-Debatte: Der VfB Stuttgart hat die Saison mit einem Fehlstart eröffnet und hofft in Freiburg auf Wiedergutmachung. Wo hakt es bei den Schwaben?

Mario Gomez zeigte sich sehr treffsicher, ebenso wie seine Teamkollegen Christian Gentner, Holger Badstuber und Emiliano Insúa. Ein Schützenfest war das am Dienstag, fast jeder im VfB-Trikot lochte locker ein. Leider nicht auf dem Fußballplatz, sondern auf der abgelegenen Golfanlage Marhördt. Dort mussten die Schwaben zu Sponsorenzwecken Footgolf spielen, eine Mischung aus Fußball und Golf.





In den bisherigen beiden Bundesligaspielen hingegen ist dem Team von Trainer Tayfun Korkut noch kein Treffer gelungen – nachdem es in der ersten Pokalrunde gegen Rostock mit 0:2 ausgeschieden war. Das hatte sich der Tabellenletzte, mit acht teils namhaften Verpflichtungen aus der Sommerpause gekommen, anders vorgestellt. Wo hakt es beim VfB? In Stuttgarter Medien sowie in der Fanszene ist dieser Tage eine Taktik-Debatte entstanden: Soll Korkut am defensiv geprägten Ergebnisfußball, in der vergangenen Rückrunde von Erfolg gekrönt, festhalten? Oder ist angesichts der kostspieligen Einkäufe von Kreativkräften ein Abschied des Riegelfußballs geboten?

Ex-Freiburger fällt verletzt aus

"Wir müssen unsere Spitzen wieder besser in Position bringen", sagt der 44-jährige Korkut selbst. Zielgerichtete Flanken oder Vorstöße seiner Verteidiger konnte er nicht beobachten. Besonders Mario Gomez soll wieder mit brauchbaren Zuspielen versorgt werden. Der Routinier will im Schwarzwaldstadion sein 300. Bundesligaspiel bestreiten. Bislang erzielte er 163 Treffer. Allein gegen Freiburg traf Gomez zehnmal in elf Duellen. Neben ihm könnte der 20-jährige Neuzugang Nicolas Gonzales, der für 8,5 Millionen Euro aus Argentinien kam, für Torgefahr sorgen. 130 Minuten absolvierte er in den vergangenen Pflichtspielen. Doch die Abläufe zwischen ihm und Platzhirsch Gomez stottern noch. Seine Fähigkeiten konnte der erhoffte Ginczek-Ersatz zumindest andeuten, nicht jede Aktion vollendete er aber überzeugend.

Dies gilt auch für die beiden Routiniers Daniel Didavi und Gonzalo Castro. Didavi, der von Wolfsburg nach Stuttgart zurückkehrte, um dort das offensive Mittelfeld zu verstärken und Gomez anzufüttern, blieb bislang blass. Castro, der für fünf Millionen vom BVB kam und im zentralen Mittelfeld die Fäden ziehen soll, konnte ebenfalls noch keine Akzente setzen. Anders der ballsichere Mittelfeldakteur Santiago Ascacibar, bei der 0:3-Niederlage gegen die Bayern der beste Stuttgarter auf dem Feld. Auch die Leistung des Griechen Anastasios Donis stimmte – seine Auswechslung stieß daher bei den Stuttgarter Zuschauern auf Unverständnis.

In der Abwehr dürften die beiden Außenverteidiger Pablo Maffeo (rechts) und Emiliano Insua (links) in der Startelf stehen. Der Zehn-Millionen-Euro-Rekordeinkauf Maffeo kam von Manchester City und erledigt seinen Job ordentlich. Als Innenverteidiger stehen Benjamin Pavard, Timo Baumgartl und Holger Badstuber parat. Der Ex-Freiburger Marc Oliver Kempf fällt mit Muskelfaserriss aus.

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