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09. Juli 2012

Fantastische Kulisse, ernüchterndes Ergebnis

Fußball-Bundesligist SC Freiburg unterliegt dem FC Zürich im dritten Vorbereitungsspiel mit 2:4 / Morgen beim Offenburger FV.

  1. SC-Fußballer Anton Putsila (Mitte) bahnt sich den Weg. Foto: Meinrad SCHÖN

STÄFA. Im dritten Vorbereitungsspiel gab es für den Fußball-Bundesligisten SC Freiburg nach zwei Siegen die erste Niederlage. Ärger war nach dem 2:4 (1:3) gegen den zwölfmaligen Schweizer Meister und siebenfachen eidgenössischen Pokalsieger FC Zürich aber weder bei Trainer Christian Streich noch bei Kapitän Julian Schuster zu spüren.

Die Kulisse auf dem mit 1752 Zuschauern bis auf den letzten Platz besetzten Sportgelände Frohberg am Rande des Zürichsees mit gigantischem Blick auf das gegenüberliegende, teils schneebedeckte Alpenpanorama war gigantisch. Dieses Panorama dürften die Akteure wohl erst nach dem Match beim gemeinsamen Lunch richtig wahrgenommen haben.

14 Spielerabgänge hatten die Zürcher seit dem Sommer 2011 zu verkraften, so unter anderem im Winter 2011 den Wechsel von Ricardo Rodriguez zum VfL Wolfsburg. Zuletzt musste der neu gekommene FCZ-Trainer Rolf Fringer auch noch den Abgang seines Hoffnungsträgers Adrian Nikci zu Hannover 96 kompensieren. Neben dem Ex-Stuttgarter Fringer waren am vergangenen Samstag auch noch die ehemaligen Bundesliga-Akteure Gavranovic (Schalke/Mainz), Beda (1860 München), Chermiti (Hertha BSC) und Magnin (VfB Stuttgart) mit dabei. Drei ehemaligen Bundesligaprofis trafen denn auch gegen Freiburg. Gleich vier Elfmeter gab es zu sehen, zwei auf beiden Seiten. Das 1:1 erzielte Julian Schuster mit einem sicher verwandelten Strafstoß, nachdem Ivan Santini zum zweiten Mal hintereinander von den Beinen geholt worden war. Immanuel Höhn und SC-Keeper Daniel Batz patzten noch vor der Pause. Zwei weitere Strafstöße landeten zum 3:1-Pausenstand im Freiburger Netz. Für den vierten Treffer vom Punkt sorgte Daniel Caligiuri in doppelter Hinsicht, zumal er gefoult wurde und dann selbst zum 2:3 traf. Der Ex-Löwe Beda köpfte kurz vor dem Ende zum 4:2 ein, nachdem Oliver Baumann den ersten Versuch nur an den Pfosten gelenkt hatte. Kurz vor dem Ende hatte Caligiuri noch den Anschlusstreffer zum 3:4 auf dem Fuß. Der portugiesische FCZ-Keeper Lacosta war jedoch auf dem Posten und stoppte den Konter. Leicht hinkend verließ Schuster die Spielstätte, nachdem er in der ersten Hälfte hart angegangen worden war. "Nicht so schlimm, morgen ist das wieder vergessen", sagte Schuster, der die Partie als gelungenen Test bewertete. Bei den Gegentreffern habe man sich etwas ungeschickt angestellt, so Schuster. Zudem sei Zürich einfach schon weiter gewesen, und man habe gesehen, dass beim FCZ der Saisonstart unmittelbar bevorstehe. SC-Trainer Christian Streich hatte lobende Worte vor allem für Santini, aber auch für die gesamte Mannschaft, die sich angesichts der derzeit harten Trainingsarbeit gut präsentiert habe.

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Zum nächsten Test tritt der SC Freiburg am Dienstag (10. Juli) um 18.30 Uhr beim Offenburger FV an. Danach dürfen sich die SC-Profis nochmals in einen aktiven Kurzurlaub verabschieden. Hausaufgaben mit speziellem Trainingsprogramm inklusive. Zum Trainingslager nach Schruns startet der SC-Tross am 18. Juli. Am 27. Juli kehrt er wieder zurück.

Der SC Freiburg spielte in der ersten Hälfte mit: Batz, Mujdza, Höhn, Ferati, Sorg, Schuster, Guédé, Jendrisek, Bouziane, Dembélé, Santini. Zweite Hälfte: Baumann, Schmid, Diagne, Ginter, Günter, Flum, Makiadi, Putsila, Caligiuri, Rosenthal, Kruse.

Tore: 1:0 Konzen (11.), 1:1 Schuster (16./Foulelfmeter), 2:1 Gavranovic (42./Foulelfmeter), 3:1 Chermiti (45./Foulelfmeter), 3:2 Caligiuri (64./Foulelfmeter), 4:2 Beda (71.).

Autor: Meinrad Schön