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10. November 2008

Frischer Wind am Millerntor

Der gegner: Der FC St. Pauli spielt eine gute Saison

HAMBURG/FREIBURG (doe). Von wegen Chaos-Klub! Am Hamburger Millerntor herrscht Seriosität und Kontinuität. Das Stadion inmitten des Hamburger Amüsierviertels, einst eine bessere Bruchbude, wird sukzessive in eine moderne, allen Ansprüchen genügende Arena umgebaut – und begleitend läuft es bei den "Totenkopf"-Kickern derzeit sportlich glänzend. Der FC St. Pauli ist im Vorderfeld der Liga zu finden, was bei den bekanntermaßen sehr enthusiastischen Anhängern der in seltenem Braun gekleideten Kicker schon wieder kühnste Träume reifen lässt. Viermal gelang den Paulianern der Aufstieg in die erste Liga, wobei sie dort nur kurze Gastspiele gaben – letztmals stieg die Elf 2002 aus der Eliteklasse ab. Wobei der Sturz noch tiefer führte. Zwischen 2004 und 2006 spielte man gar in der Regionalliga Nord.

Es heißt mal wieder Daumen hoch auf dem Kiez
Doch das ist Vergangenheit. Seit Corny Littmann als Präsident fungiert und Holger Stanislawski – mit einer kurzen Unterbrechung, während André Trulsen das sportliche Sagen hatte – von der Bank aus die Kicker dirigiert, heißt es wieder "Daumen hoch" auf dem Kiez. Zudem hat man vor der Saison ein glückliches Händchen mit den Neuerwerbungen bewiesen. Marius Ebbers (aus Aachen) und Rouwen Hennings (aus Osnabrück) kamen ablösefrei und sorgen seitdem für eine steife Brise im Angriff. Mit Torhüter Mathias Hain zog aus Bielefeld zudem ein Routinier ans Millerntor, der unter anderem den zum VfR Aalen abgewanderten Ex-Freiburger Timo Reus ersetzte. Der Kameruner Marc Gouiffe à Goufan, er kam vom Absteiger Paderborn, ergänzt die Liste der Neuzugänge. Der einzig nennenswerte Verlust für die Hamburger wird Mittelfeldakteur Charles Takyi sein, den es zum fränkischen Ligakonkurrenten nach Fürth zog.

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Keineswegs als Handicap hat sich zumindest bis jetzt erwiesen, dass Trainer Stanislawski nicht dauernd in Hamburg präsent ist. Grund: Der 38-Jährige macht in Köln seinen Trainerschein und pendelt zwischen Rhein und Alster.


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