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30. Dezember 2011

Nach dem Trainerwechsel

Beim SC Freiburg sind keine Neuverpflichtungen in Sicht

Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist SC Freiburg hat noch keine Verstärkungen an der Angel - auch wenn eine italienische Zeitung über den Wechsel eines algerischen Mittelfeldmannes spekuliert und auch die Namen Marx und Rodriguez immer wieder fallen.

  1. Umworbenes Talent: Ricardo Rodriguez vom FC Zürich Foto: schön

"Wir arbeiten mit Hochdruck, aber noch gibt es nichts zu vermelden." Den Trainer hat der SC Freiburg in der Winterpause ausgetauscht, in Sachen neuer Spieler ist der Klub aber noch nicht fündig geworden, weshalb Sportdirektor Dirk Dufner gebetsmühlenhaft das wiederholt, was er schon seit Tagen auf entsprechende Fragen antwortet. Dazu gehört auch, dass man sich nach einem linken Verteidiger umsehe, nach einem zentralen Abwehrspieler dazu. Neu ist das nicht.

Der Markt indes ist schwierig, zumal wenn man beschränkte finanzielle Mittel hat wie der SC Freiburg. Dufner möchte sich deshalb auf personelle Spekulationen gar nicht erst einlassen – die Konkurrenz könnte schließlich mithören und entsprechend tätig werden. Vermeiden lässt sich das Geplapper aber nicht. So wurde am Donnerstag am Rande der Pressekonferenz Thorben Marx als heißer Tipp gehandelt. Der 30-jährige Berliner ist Mittelfeldspieler und kam zuletzt bei Borussia Mönchengladbach nicht mehr regelmäßig zu Einsatz. Der frühere U-21-Nationalspieler, der auch schon für Hertha BSC Berlin und Arminia Bielefeld in der Bundesliga spielte, gilt als robust und zweikampfstark.

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Immer wieder fällt auch der Name von Ricardo Rodriguez. Der Eidgenosse mit chilenischem Pass spielt beim FC Zürich und gilt als außergewöhnliches Abwehrtalent. Rodriguez ist erst 20 Jahre alt und entspricht somit genau jenem Muster, das der SC präferiert: jung, talentiert und entwicklungsfähig. Nach Informationen der Zeitung Corriere del Mezzogiorno aus Italien steht zudem der algerische Mittelfeldspieler Djamel Mesbah vom italienischen Erstligisten US Lecce vor einem Wechsel nach Südbaden. Dem Blatt zufolge steht eine Ablösesumme von 400.000 Euro im Raum. In Freiburg selbst ist der Name Mesbah noch nicht gefallen.

Neues von Papiss Cissé gibt es nicht: "Es liegt uns derzeit kein Angebot vor", sagte Dufner am Donnerstag – und damit auch keine Aussicht auf eine Millioneneinnahme. Derzeit geht man beim Sportclub davon aus, dass der senegalesische Angreifer nach dem Afrika-Cup an die Dreisam zurückkehren wird. Dies wird spätestens am 12. Februar 2012 sein. Cissé würde dann vier Spiele in der Bundesliga verpassen. Ob einer der vom SC freigestellten Spieler, sollte er keinen neuen Klub finden, mit ins Trainingslager nach Spanien fährt, ließ Streich offen: "Darüber mach’ ich mir Gedanken, wenn es so weit ist."

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Autor: Michael Dörfler