Kuriose Treffer für beide

Daniela Frahm

Von Daniela Frahm

Mo, 05. November 2018

SC Freiburg

Torhüter stehen im Mittelpunkt beim SC-II-Sieg gegen Dreieich.

FUSSBALL. Regionalliga: SC Freiburg II – SC Hessen Dreieich 2:1 (1:0). Nach dem Heimsieg gegen den Aufsteiger SC Hessen Dreieich hatte SC-Trainer Christian Preußer gleich mehrere Gründe, sich zu freuen. Zum einen hat sein Team weitere wichtige Punkte für den Klassenerhalt gesammelt, zum anderen war es "ein super Start in die Englische Woche", wie er fand. Und vor allem habe sich gezeigt, dass die jungen Spieler einen weiteren Schritt nach vorne gemacht hätten. Denn diesmal gab es keine Unterstützung von den Profis des SC Freiburg, und auch Routinier Ivica Banovic war absprachegemäß gar nicht im Kader. "Gegen so eine gestandene Männermannschaft war das gut", sagte Preußer, "wir haben uns richtig gewehrt und hatten auch immer wieder Phasen, in denen wir spielerisch durchgekommen sind."

Nach einem guten Start und Chancen von Angelo Rinaldi (8.) und Christoph Daferner (9.) sowie dem Schock des frühen verletzungsbedingten Ausscheidens von David Nieland (Sprunggelenk) benötigten die Freiburger allerdings die Hilfe des ansonsten guten Gäste-Torwarts für die Führung. Pierre Kleinheider säbelte außerhalb des Strafraum über den Ball, und der für Nieland eingewechselte Marvin Pieringer (22.) konnte ihn ins leere Tor schieben. Noch unglücklicher war der Ausgleich für die von Ex-Nationalspieler Rudi Bommer trainierten Dreieicher. Nach einem eigentlich schon geklärten Ball schoss Torhüter Niclas Thiede seinen Vordermann Nico Hug (52.) an. "Das war ein ganz kurioses Tor, aber nicht unverdient in der Phase", kommentierte Preußer.

Sein Team fand jedoch zur Passsicherheit zurück, und Niklas Hoffmann (65.) erzielte nach einer abgewehrten Ecke mit einer Volleyabnahme den Siegtreffer. Der Torschütze gehörte zu denjenigen, die zuletzt kaum eingesetzt wurden, gegen die Hessen aber mal wieder die Chance erhielten. Hoffmann spielte in der Mitte der Dreierkette, in der Ivan Sachanenko nach langer Verletzungspause sein erstes Saisonspiel machte. Auch Daferner war nach einem Muskelfaserriss erstmals wieder dabei. "Es hat sich gezeigt, dass wir in der Breite echt gut sind dieses Jahr", sagte Preußer. In der Englischen Woche hat er deshalb genügend personelle Auswahl, denn schon am Dienstag treten die Freiburger um 14 Uhr zum Nachholspiel beim FSV Mainz 05 II an, bevor sie am Samstag beim FSV Frankfurt die Hinrunde abschließen.

Freiburg: Thiede; Sachanenko, Hoffmann, Nico Schlotterbeck; Rinaldi, Rüdlin, Torres, Hug; Roth (83. Boukhalfa), Nieland (19. Pieringer); Daferner (61. Herrmann). Dreieich: Kleinheider, Opper (85. K. Hesse), Gavric, Rau, Djakpa; Pezzoni (76. Boukayouh), Henrich; U. Hesse, Alikhil (70. Reljic), Klein; Lagator. Tore: 1:0 Pieringer (22.), 1:1 Hug (Eigentor/52.), 2:1 Hoffmann (65.). SR: Schneider (Geldsorf). Zuschauer: 200.