Gerüchteküche

Paris SG und AS Rom buhlen offenbar um Schwolow – aber der SC sagt, er wisse davon nichts

Michael Dörfler

Von Michael Dörfler

Fr, 01. Juni 2018 um 12:12 Uhr

SC Freiburg

Die europäischen Spitzenteams Paris Saint-Germain und AS Rom sollen Interesse an Torwart Alexander Schwolow vom SC Freiburg haben. Dessen Sportvorstand Saier sagt, er wisse davon nichts.

Ein Raunen schien in dieser Woche durch Freiburg zu gehen. "Hast Du schon gehört?", wurde da konspirativ geflüstert, "der Schwolli steht auf der Einkaufsliste von Paris Saint-Germain, von der Roma in der italienischen Hauptstadt dazu." So wussten es all jene, deren Handys entsprechende Push-Nachrichten empfingen – angerichtet, direkt in der Gerüchteküche.

Der Schwolli, das ist Alexander Schwolow, derzeit im Tor beim Sportclub Freiburg und der Webseite transfermarkt.de zufolge ausgestattet mit einem Vertrag bis 2020. Der einst aus der Jugend des SV Wehen-Wiesbaden nach Freiburg gekommene Schlussmann soll aktuell einen Marktwert von zirka sechs Millionen Euro haben. Schwolow, daran besteht kein Zweifel, hat sich in Freiburg und Bielefeld, wohin er für eine Spielzeit ausgeliehen war, prächtig entwickelt und gehört heute zu den Top Ten der deutschen Torhüter. Und damit ist er für Klubs im In- und Ausland sehr wohl interessant.



Und tatsächlich suchen sowohl PSG als auch die AS Roma derzeit nach neuen Schlussleuten. In Paris soll dem Vernehmen nach vor allem der deutsche Kevin Trapp, einst bei Eintracht Frankfurt im Tor und derzeit mit der Nationalmannschaft im WM-Trainingslager in Eppan bei der Arbeit, auf der Kippe stehen. Jedenfalls ist Trapp unzufrieden, weil er zuletzt meist seinem Kollegen Alphonse Areola weichen musste. Neuer Trainer in Paris ist bekanntlich Thomas Tuchel – einer, der Schwolow bestens kennt und zu den Fürsprechern Schwolows zählen soll.

Ebenfalls im Gespräch bei den Parisern: Gianluigi Buffon (40), der Comandante des italienischen Fußballs und soeben bei Juventus Turin von Bord gegangen. Bei der Roma scheint der Brasilianer Alisson auf dem Sprung zu sein – angeblich zum FC Liverpool, bei dem der Ex-Mainzer Loris Karius nach seinen Aussetzern im Champions-League-Finale gegen Real Madrid (1:3) keine Zukunft mehr haben dürfte. Das Karussell der Torhüter dreht sich allem Anschein nach also vehement.

Wer den Gerüchten genauer nachspürt, stößt jedoch rasch auf verräterische Prozentzahlen. Auf ungefähr fünf beziehungsweise zwölf Prozent wird ein Wechsel Schwolows nach Paris beziehungsweise Rom lediglich taxiert. Dazu passt dann auch eine Aussage von Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier: "Ich habe keinerlei Kenntnis." Soviel aktuell zur offenbar hyperventilierenden Spielerbörse.