Ravet nimmt neuen Anlauf in der Schweiz

Michael Dörfler

Von Michael Dörfler

Fr, 08. Februar 2019

SC Freiburg

SC Freiburg leiht Franzosen bis Saisonende an GC Zürich aus.

FREIBURG. Es ist sicher nicht übertrieben, Yoric Ravet als Pechvogel zu bezeichnen. Der Franzose, der im Sommer 2017 mit nicht wenig Vorschusslorbeeren vom Schweizer Top-Klub Young Boys Bern nach Freiburg gekommen ist, hat es beim Sportclub auf lediglich 17 Pflichtspieleinsätze gebracht. Über die volle Spielzeit war er dabei so gut wie nie zu sehen, meist wurde er ein- oder ausgewechselt. Nicht, weil er vielleicht den Anforderungen nicht entsprochen hätte. Der 29-jährige Offensivspieler, der sein einziges Tor für die Breisgauer bei der 2:3-Niederlage im Dezember 2017 gegen Werder Bremen im DFB-Pokal erzielte, war vielmehr von einer Verletzungswelle geplagt, die ein fast groteskes Ausmaß erreichte. Immer wieder trieb es ihn deshalb zu Ärzten und Physiotherapeuten, immer wieder war er zu Neuanfängen gezwungen. Darauf hat der Sportclub jetzt reagiert und Ravet bis zum Ende der laufenden Spielzeit verliehen. Von sofort an trägt Ravet den Dress des Grasshopper Club Zürich, er ist also in die Schweiz zurückgekehrt. "Ravet zurück" melden die von Abstiegssorgen geplagten Zürcher freudig auf ihrer Homepage – und zeigen einen breit lächelnden Spieler.

"Es geht darum, Yoric Einsätze zu verschaffen", sagte am Donnerstag Christian Streich. Der Freiburger Trainer hatte dabei nur warme, gutmeinende Worte für den Franzosen parat. "Er hat jetzt eine Verfassung erreicht, die ihn geradezu auf den Rasen zwingt", begründete Streich den Schachzug der Freiburger. Beim Sportclub habe Ravet die größere Konkurrenzsituation, dazu sei die Bundesliga kein beliebiges Experimentierfeld. In der Schweiz, wo sich Ravet auskenne und wo er neben den Young Boys auch schon bei Lausanne Sport sowie in der Saison 2015/16 auch schon mal bei den Zürchern gespielt habe, könne Ravet dagegen Spielpraxis sammeln und sich wieder ins Blickfeld spielen. Im Sommer will man sich dann zusammensetzen und über die weitere Zukunft beraten. Eine Rückkehr zum SC sei nicht ausgeschlossen.