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25. August 2009 20:40 Uhr

Nach dem Saisonauftakt

SC Freiburg: Dirk Dufner gibt sich gelassen

Ein Punkt aus drei Spielen, zehn Gegentore, Tabellenschlusslicht: die Zwischenbilanz des SC Freiburg. Panik ist beim Verein trotzdem nicht ausgebrochen. "Warum auch?", fragt Sportdirektor Dirk Dufner.

  1. Dirk Dufner, Sportdirektor des SC Freiburg, schaut trotz des wenig erfolgreichen Saisonauftakts weiter zuversichtlich in die Zukunft. Foto: ms

Der Sportdirektor der Breisgauer hätte sich den Auftakt schöner vorstellen können, "doch wir wussten alle, dass dies bei diesen Gegnern schon auch passieren kann". Jetzt ist es passiert – und wirft bei den hoffnungsfrohen Anhängern Fragen auf. Beispielsweise die, weshalb der Sportclub auf dem Transfermarkt nach der schlimmen Brandverletzung von Innenverteidiger Ömer Toprak nicht schon zugegriffen hat. Ganz einfach, sagt Dufner dazu, "weil wir die Messlatte für einen Neuen in diesem Bereich recht hoch gelegt haben – einen Klopfer wollen wir nicht".

"Gucken uns die Angebote sehr genau an"

Spielstark sollte ein zusätzlicher Innenverteidiger sein, dazu schnell und technisch beschlagen. Dufner werden zwar viele Spieler angeboten, zuletzt war der in Frankreich spielende marokkanische Nationalspieler Mehdi Benatia Trainingsgast, doch der Richtige sei eben noch nicht dabei gewesen; "und wir gucken uns die Angebote schon sehr genau an". Was dazukommt, der Spieler muss für den diesbezüglich nicht auf Rosen gebetteten Sportclub auch finanzierbar sein. Oft ein Hindernis, so hoch wie der Münsterturm.

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Dufner: Salz kein Fehlgriff

Dufner hält es dennoch für durchaus möglich, dass sich noch vor dem Ablauf der Transferphase am 31. August "etwas tut". Die Verpflichtung eines sogenannten Perspektivspielers beispielsweise. Dass dies nicht der schlechteste Weg sei, zeige Felix Bastians. Auch der junge Abwehrspieler sei von Young Boys Bern geholt worden, um sich in Freiburg entwickeln zu können. Mit der Folge, "dass er jetzt schon in der ersten Mannschaft eine gute Figur abgibt", so Dufner.

Keinen Fehlgriff sieht Dufner in der Verpflichtung von Torhüter Manuel Salz, der von den Stuttgarter Kickers an die Dreisam kam. Salz sei unbestritten ein großes Talent, argumentiert der Sportdirektor, gesteht aber ein, dass der junge Schlussmann zuletzt zweimal kräftig danebengelangt habe. In den Chor der Kritiker stimmt er aber – logischerweise – nicht ein. Es sei nicht vorgesehen gewesen, Salz so früh zwischen die Pfosten zu stellen. Die Bänderverletzung Simon Pouplins habe dies aber notwendig gemacht. Der Stammkeeper kehre aber in naher Zukunft zurück.

"Mit ein bisschen Glück hätten wir durchaus auch mal gewinnen können." Dirk Dufner
Dass der einst vom VfB Stuttgart geholte Michael Langer im Tor keine Chance mehr erhält, hält Dufner für legitim: "Er wusste, dass er in den Planungen von Trainer Robin Dutt keine Rolle mehr spielen wird." Langer hat noch einen Vertrag bis im Sommer 2010. "Ob das seiner Karriere zuträglich ist, wenn er hier bleibt und nicht spielt, muss er selbst entscheiden", so Dufner.

Im Übrigen ist Dufner der Meinung, dass in den drei Startbegegnungen alles auch ganz anders hätte laufen können. Spielerisch habe der SC Freiburg sowohl gegen Hamburg, in Stuttgart und auch gegen Leverkusen durchaus mithalten können. Das drastische 0:5 gegen die Bayer-Elf entspreche jedenfalls nicht den tatsächlichen Leistungsverhältnissen. "Mit ein bisschen Glück, hätten wir durchaus auch mal gewinnen können."

Autor: Michael Dörfler