SC Freiburg holt Angreifer Lucas Höler

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Sa, 30. Dezember 2017

SC Freiburg

Der 23-Jährige kommt vom Zweitligisten SV Sandhausen an die Dreisam – und soll den verletzten Florian Niederlechner ersetzen.

FREIBURG. Am vorletzten Tag des Jahres 2017 meldete Erstbundesligist SC Freiburg einen Neuzugang: Der Angreifer Lucas Höler vom Zweitligisten SV Sandhausen wechselt mit sofortiger Wirkung zum Tabellen-13. der Beletage des deutschen Fußballs. Über die Vertragsinhalte wie Laufzeit und Ablösesumme wurde – wie stets beim Sportclub – Stillschweigen vereinbart.

Lucas Höler, der seit der Saison 2016/17 beim SV Sandhausen unter Vertrag stand, erzielte in der Vorrunde acht Tore in 17 Pflichtspielen für den Tabellenfünften der zweiten Bundesliga. Vorher spielte der 23-Jährige für die zweite Mannschaft des FSV Mainz 05 (63 Spiele/21 Tore) und für den VfB Oldenburg in der Regionalliga Nord (33/9).

"Lucas hat seine Torgefährlichkeit in der zweiten Liga bewiesen und verfügt über eine gute Balance zwischen Offensive und dem Spiel gegen den Ball", teilte SC-Sportdirektor Klemens Hartenbach mit. Er ergänzte: "Wir beobachten Lucas schon seit seiner Oldenburger Zeit. Er hat sich Schritt für Schritt weiterentwickelt und wir trauen ihm zu, den nächsten Schritt mit uns zu gehen."

Lucas Höler selbst sagt: "Die Bundesliga war immer mein Ziel. Freiburg genießt bei jungen Spielern einen hervorragenden Ruf, deshalb freue ich mich, beim Sportclub die neue Herausforderung anzugehen." Lucas Höler erhält die Rückennummer 9 – also die klassische Nummer für einen Mittelstürmer.

Der SC Freiburg hat nach der schweren Kniescheibenverletzung von Florian Niederlechner derzeit nur noch einen einsatzfähigen echten Mittelstürmer: Nils Petersen. Mit der Verpflichtung des 1,84 Meter großen und 80 Kilogramm schweren Höler wollte der Sportclub dieser Misere begegnen und einen zweiten zentralen (und einsatzfähigen) Angreifer in seinen Reihen haben. Denn Niederlechner fällt voraussichtlich bis zum Saisonende aus.

Der eine oder andere Fan hatte sicherlich auf einen namhafteren Neuzugang als Lucas Höler gehofft: einen Stürmer, der bereits Erstliga-Erfahrung besitzt und von dem man annehmen könnte, dass er sofort eine große Hilfe im Kampf gegen den Abstieg sein würde. Zuletzt hatten aber nicht nur Torjäger Nils Petersen, sondern auch die anderen Offensivspieler Tim Kleindienst sowie Yoric Ravet gute Leistungen gezeigt und sich in die Startelf des Tabellen-13. der ersten Bundesliga gespielt.

Dieser hatte aus den ersten zwölf Punktspielen dieser Saison lediglich acht Punkte geholt, aber aus den restlichen fünf Partien der Vorrunde stolze zehn Punkte erspielt und erkämpft. Dies hatte er mit einem 2:1-Heimsieg gegen den FSV Mainz 05, einem 0:0 gegen den Hamburger SV, einem 4:3-Erfolg (nach 0:3-Rückstand) beim Tabellenletzten 1. FC Köln, einem 1:0 nach überzeugender Leistung im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach und einem 3:3 in Augsburg geschafft.

Neuzugang Lucas Höler wird nun – wie die restlichen einsatzfähigen Akteure des zirka 30-köpfigen Erstliga-Kaders – am siebentägigen Trainingslager im spanischen Sotogrande teilnehmen (Beginn: 2. Januar). Dort absolvieren die Kicker um Trainer Christian Streich viele Übungseinheiten – und zwei Testspiele. Zum Abschluss des Trainingslagers wurden für den 7. Januar Partien gegen das Zweitliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern (13 Uhr) und den Erstliga-Tabellen-17. Hamburger SV (17 Uhr) vereinbart.

Die Bundesliga-Rückrunde beginnt für den Sportclub Freiburg dann am Samstag, 13. Januar (15.30 Uhr), mit einem Auswärtsspiel gegen den Tabellenachten Eintracht Frankfurt.