Bundesliga

Petersen, Waldschmidt und Frantz sorgen beim 3:0 gegen Leipzig für Ekstase im Schwarzwaldstadion

dpa, bz

Von dpa & BZ-Redaktion

Sa, 08. Dezember 2018 um 18:20 Uhr

SC Freiburg

Mit 3:0 kann sich der SC Freiburg gegen die favorisierten Leipziger durchsetzen. Die Zuschauer feiern den Sportclub, für den Nils Petersen, Luca Waldschmidt und Kapitän Mike Frantz die Tore erzielen.

Der SC Freiburg hat im Abstiegskampf der Fußball- Bundesliga ein Ausrufezeichen gesetzt und die Auswärtsmisere von RB Leipzig verlängert. Die Breisgauer besiegten den überraschend schwachen Europa-League-Teilnehmer am Samstag mit 3:0 (2:0) und sorgten damit für Leipzigs vierte Pflichtspiel-Niederlage auf fremdem Platz in Serie. Nationalspieler Nils Petersen (12. Minute), Luca Waldschmidt (45. +1/Foulelfmeter) und Kapitän Mike Frantz (52.) bescherten Freiburg den hochverdienten Erfolg. Während die Mannschaft von Trainer Christian Streich ihren Platz im Mittelfeld der Tabelle festigte, rutschten die Leipziger vorerst auf den vierten Platz ab.

"Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute Energie auf den Platz gebracht und gut agiert. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht, das 3:0 hat uns total gut getan." Jochen Saier

SC-Manager Jochen Saier sagte nach dem Spiel beim TV-Sender "Sky": "Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute Energie auf den Platz gebracht und gut agiert. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht, das 3:0 hat uns total gut getan." Er fügte hinzu: "Es ist jetzt eine gute Ausgangssituation für die nächsten Spiele, hätten wir verloren, wäre der Druck aber gestiegen. Ein großes Kompliment an die Mannschaft." Zum Klassenerhalt sagte er außerdem: "Wir wissen schon, wo wir uns bewegen, aber wir hatten von Anfang an ein gutes Gefühl, was den Kader angeht."

So sieht Twitter das Spiel






Dabei hatte RB vor 23 800 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion fast in Bestbesetzung antreten können, lediglich Emil Forsberg und Bruma fielen verletzt aus. Rasanten Konterfußball zeigten aber zunächst nur die Gastgeber. Schon nach zwölf Minuten knackte der SC die beste Defensive der Liga. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld leitete Waldschmidt den Ball auf Außenverteidiger Christian Günter weiter. Dessen scharfe Hereingabe konnte RB-Keeper Peter Gulacsi nur mit Mühe nach vorne abwehren, wo Petersen den Ball noch mit der Fußspitze erwischte und ins Tor beförderte.

Freiburg leistet sich kaum Fehler

Auch danach wurde es für die Gäste nicht besser. Die Sachsen kamen kaum zu ihren gefürchteten Umschaltaktionen, weil Freiburg sich im Aufbau fast keine Fehler leistete. Zudem war die Mannschaft von Trainer Streich in den Zweikämpfen bissiger, aggressiver und meist einen Schritt schneller als RB. Nationalspieler Timo Werner (19.) hatte im ersten Durchgang die einzige Leipziger Chance, scheiterte aus spitzem Winkel aber am stark reagierenden SC-Torhüter Alexander Schwolow.

Anschließend kam es noch schlimmer für Rangnicks Team. Nach einer weiteren starken Flanke von Günter fiel Frantz im Anschluss an einen Zweikampf mit Dayot Upamecano hin. Schiedsrichter Tobias Welz ließ das Spiel zunächst laufen, bekam dann einen Hinweis vom Video- Referee, schaute sich die Szene schließlich sekundenlang selbst auf einem Bildschirm am Spielfeldrand an - und entschied am Ende doch auf Elfmeter. Diesen verwandelte Waldschmidt sicher.

"Es hat Spaß gemacht heute, beide Mannschaften habe alles reingeworfen, ein intensives Spiel. Wir waren von Anfang an da und haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht." Luca Waldschmidt

Waldschmidt, Torschütze zum 2:0 sagte bei "Sky": "Es hat Spaß gemacht heute, beide Mannschaften habe alles reingeworfen, ein intensives Spiel. Wir waren von Anfang an da und haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht."

Dass seine Mannschaft sich auch im zweiten Durchgang überhaupt nicht gegen den Rückstand zu wehren schien, wird nicht nur Rangnick ein Rätsel gewesen sein. Stattdessen durften die Freiburger immer wieder so gut Fußball spielen, wie es ihnen in dieser Spielzeit zuvor nur selten gelungen war.

Frantz macht das 3:0

Leipzig bot ihnen Räume - und der SC nutzte sie: Eine Flanke aus dem Halbfeld von Lukas Kübler köpfte Frantz wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff zum 3:0 ins Tor. Damit hatten die Leipziger nun in einem Spiel so viele Gegentreffer kassiert wie in ihren zehn vorherigen Bundesliga-Spielen.

Mehr zum Spiel:

SC Freiburg: Schwolow - Kübler, Gulde, Heintz, Günter - R. Koch, Haberer - J. Gondorf (90.+1 Ravet), L. Waldschmidt (89. Höler), Frantz (73. Terrazzino) - Petersen
RB Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Konaté, Upamecano, Halstenberg - Demme - Sabitzer (84. Saracchi), Matheus Cunha (73. Augustin), Kampl (64. Laimer) - Poulsen, Werner

Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)
Zuschauer: 23800
Tore: 1:0 Petersen (12.), 2:0 L. Waldschmidt (45.+1/Foulelfmeter), 3:0 Frantz (52.)
Gelbe Karten: L. Waldschmidt (1) / Klostermann (1), Upamecano (3)
Beste Spieler: L. Waldschmidt, Frantz / -