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31. Januar 2012 15:11 Uhr

Neuzugang

SC Freiburg verpflichtet den kroatischen Stürmer Ivan Santini

Der SC Freiburg hat am letzten Tag der Wechselfrist den kroatischen Mittelstürmer Ivan Santini geholt. Er kommt zunächst auf Leihbasis von NK Zadar, danach hat der Verein eine Option.

  1. Ivan Santini im Trikot des FC Ingolstadt in der Zweitligasaison 2008/2009. Foto: Verwendung weltweit, usage worldwide

Die Breisgauer liehen Ivan Santini vom kroatischen Erstligisten NK Zadar bis Saisonende aus. Der Sportclub hat sich auch eine Kaufoption für den 22-jährigen Stürmer gesichert. Zudem gab es einen weiteren Abgang: Maximilian Nicu wechselt ablösefrei zum Zweitligisten 1860 München.

Ivan Santini dürfte den meisten Fußballbegeisterten hierzulande kein Begriff sein. In Kroatien hat sich der junge Angreifer jedoch einen Namen gemacht. Für NK Zadar, den aktuellen Tabellenelften der kroatischen ersten Liga erzielte Santini in dieser Saison in 16 Spielen zehn Tore – unter anderem die Siegtreffer gegen die Spitzenteams Hajduk Split und Dinamo Zagreb. Laut SC-Chefscout Clemens Hartenbach sage dies einiges über Santinis Qualität im Torabschluss aus. "Immerhin spielte er in einer nicht ganz so guten Mannschaft und hat sich gegen starke Gegner durchgesetzt", erklärt Harten-bach.

"Der letzte Zug ist nach Freiburg gefahren und ich bin froh, ihn erwischt zu haben" Santini
Es ist aber nicht allein seine Torquote, die Santini für den Sportclub interessant gemacht hat. Hartenbach hat den Spieler seit langer Zeit immer wieder beobachtet und ist vom Gesamtpaket Santini angetan: "Er ist willensstark, körperlich sehr präsent, trotzdem beweglich und läuferisch gut. Und er ist für seine Kontrahenten ein unbequemer Gegenspieler." All das hat auch Christian Streich überzeugt. Santini ist für ihn aber auch aus einem anderen Grund ein Gewinn. "Er ist außerhalb des Platzes ein guter Typ, der unsere Gemeinschaft bereichern wird", sagt der SC-Chefoach.

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Für den Freiburger Sportdirektor Dirk Dufner war es nicht so einfach, den Wechsel zu bewerkstelligen. "Die vergangenen vier Tage waren verrückt, ich habe nachts nicht viel geschlafen, denn es gab einige Angebote", verrät Santini. Auch andere Bundesligisten seien unter den Werbern gewesen. "Letztlich war ich aber der Meinung, dass der SC Freiburg auch für meine persönliche Entwicklung der beste Klub ist", so Santini: "Der letzte Zug ist nach Freiburg gefahren und ich bin froh, ihn erwischt zu haben." Santini spricht recht gut Deutsch, was daran liegt, dass er schon einmal in Deutschland Fußball gespielt hat. Nach seiner Zeit in der Jugend von Red Bull Salzburg stand Santini für einige Zeit beim Zweitligisten FC Ingolstadt unter Vertrag.

Dort brachte er es aber lediglich auf sechs Einsätze. "In Ingolstadt ist es nicht so gut gelaufen", räumt Santini ein, nennt aber auch einen guten Grund dafür: "Ich hatte davor einen doppelten Leistenbruch, beide Seiten mussten operiert werden und ich acht Monate pausieren." In Kroatien, bei NK Zadar, sei ihm dann aber der Neustart gelungen. Und was für einer: Aktuell führt Santini mit seinen zehn Treffern nämlich die Torschützenliste in Kroatiens Eliteliga an. "Ich hoffe, dass ich mit dem Toreschießen in Freiburg weitermachen kann", sagt er nun, "ich will dadurch mithelfen, dass der SC in der Bundesliga bleibt."

Maximilian Nicu wird dagegen künftig für 1860 München spielen. Löwen-Sportchef Florian Hinterberger sagte der Münchner Abendzeitung, der Mittelfeldspieler habe einen leistungsbezogenen Vertrag bis Saisonende unterzeichnet. Nicu selbst meinte: "1860 hat mir immer gut gefallen. Für mich ist es eine Herzensangelegenheit. Ich wäre zu diesen Bedingungen nicht überall hingegangen."

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Autor: René Kübler