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22. September 2017

Ringen

Wie startete die Saison für die vier Regionalligisten aus dem Bezirk?

Ein nerviger Gegner, widerlegte Skeptiker und das Quäntchen Glück – der Saisonauftakt der Ringer-Regionalligisten des Bezirks.

  1. Entwicklung vom Debütanten zum Punktesammler: Maximilian Tröndlin (Weitenau-Wieslet, oben) Foto: Konzok

  2. Kämpfertyp: Florian Hassler, Coach der RG Hausen-Zell Foto: Thorsten Springmann

RINGEN Regionalliga. Der Saisonauftakt für die vier Ringer-Regionalligisten aus dem Bezirk ist absolviert. Was läuft bisher gut, wer hat überrascht – und wo drückt der Schuh? Ein Überblick.

TuS Adelhausen II
Auf der Matte sieben von acht Punkten geholt – die Sonne strahlte über dem Dinkelberg, würde nicht die Sulgener Wolke den Himmel verdunkeln. "Wir könnten sehr zufrieden sein, wenn nicht die noch nicht ausgestandene Geschichte mit Sulgen wäre", sagt Reservecoach Thomas Weber. Die Vorfälle des letzten Kampfes, der gegen sein Team gewertet wurde, lassen ihm keine Ruhe. Wäre dem TuS II ein Verfahrensfehler unterlaufen, Weber hätte ein Urteil umgehend akzeptiert. Doch sei der Sulgener Vorwurf "an den Haaren herbeigezogen", der Gegner versuche, die Punkte auf nicht-sportlichem Weg zu erlangen. Das trübt Stimmung und Bilanz. Am Samstag trifft der verhinderte Tabellenführer Adelhausen II auf seinen Platzhalter Tennenbronn. Zwar hat die "Erste" frei, doch darf maximal ein Ringer runtergezogen werden. Weber sieht’s freilich gelassen – die Reserve hat ihre Qualitäten schließlich bereits unter Beweis gestellt.

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Samstag, 20 Uhr: TuS Adelhausen II – KSV Tennenbronn.


KSV Rheinfelden
Die Konkurrenz war dezent skeptisch ob der Tauglichkeit des Aufsteigers. KSV-Trainer Sascha Oswald war – wie für einen Coach durchaus üblich – von seinen Ringern indes überzeugt. "Wir haben härter trainiert als je zuvor", untermauert er seine Zuversicht vor der Runde. Mit 3:5-Punkten rangiert sein Team derzeit auf Rang sechs, "wenn wir das halten können, wäre es perfekt". Der KSV hat seine Tauglichkeit bewiesen, wobei Oswald in den ersten drei Kämpfen noch eine Eingewöhnungsphase festgestellt hat. "Da haben wir noch nicht unser volles Potenzial abgerufen." Eine Warnung an die Konkurrenz? Taisersdorf sah zuletzt beim 7:22 kein Land. Abzuwarten bleibt, wie schwer die Ausfälle des Venezolaners Luillys Jose Perez Mora (Sperre) und des verletzten Sebastian von Czenstkowski (wir berichteten jeweils) wiegen. Positiv aufgefallen: Vincent von Czenstkowski (Oswald: "ein abolutes Talent") und Patrick Hinderer, der durch seinen ersten Sieg Selbstvertrauen getankt hat.

Samstag,20 Uhr: WKG Weitenau-Wieslet – KSV Rheinfelden.

WKG Weitenau-Wieslet
Die Saison 2016 bot für den Regionalligadritten Weitenau-Wieslet kaum Steigerungspotenzial. In der neuen Runde stehen 2:4 Zähler zu Buche, eine erwartbare Bilanz, so WKG-Trainer Marc Viardot, der "ganz starke Leistungen auf der Matte" sah. Die seien auch im Umfeld honoriert worden, betont er. Offenbar keine Spur von Enttäuschung nach dem Höhenflug. "Wir sind zufrieden, aber es fehlen noch ein bisschen die Punkte." Ein Faktor in der Vorsaison war die WKG-Gabe, so hoch wie möglich zu gewinnen und so niedrig wie nötig zu verlieren. Dies ist dem Team zum Rundenauftakt etwas abhanden gekommen. Noch mehr Selbstvertrauen und Erfahrung sollen "das Quäntchen Glück erzwingen", so Viardot. Erfreulich ist, dass Stefan Kilchling nach seiner Verletzungspause stark zurückgekommen ist, Eigengewächse wie Jonas Dürr, Dennis Kronenberger und Maximilian Tröndlin wachsen "von jungen Debütanten zu wichtigen Punktesammlern". Und auf diese Entwicklung legt die WKG bekanntlich viel Wert.

Samstag,20 Uhr: WKG Weitenau-Wieslet – KSV Rheinfelden.


RG Hausen-Zell
Florian Hassler ist ein Kämpfertyp. Einer, der sich sofort wieder aufrappelt, wenn er am Boden liegt. Die Bilanz der RG Hausen-Zell: drei Kämpfe, null Punkte. Und Hassler? Kein Jammern. "Das ist eine Situation, aus der wir rauskommen müssen", sagt er. Vorwürfe macht der Coach niemand, es seien viele kleine Faktoren, die in der Summe zur bisherigen Bilanz führten – neben Cleverness und Effizienz fehlte in den entscheidenden Situationen auch das Quäntchen Glück. Doch gibt es in Stefan Hauschel auch eine kleine Überraschung, er hatte vor der Saison diszipliniert Gewicht gemacht und holte in der neuen 80-Kilogramm-Klasse bereits zwei Siege. Und: "Größten Respekt vor Adrian Recorean", sagt Hassler über seinen Trainerkollegen, der mit 41 Jahren noch in der Regionalliga ringt "und sich fürs Team einsetzt". Wermutstropfen: Tobias Greiner fällt verletzt aus, damit büßt die RG an Flexibilität ein. Doch Hassler ist eben ein Kämpfertyp: Nach vorne schauen und am Samstag gegen Aichhalden punkten, lautet die Devise. Der RG-Coach hofft, dass der Knoten platzt, und zwar "früher als in der vergangenen Saison".

Samstag, 20 Uhr: RG Hausen-Zell – AB Aichhalden.

Autor: Matthias Konzok