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06. Mai 2010
HGH steigert die Sprint-Leistung
Wissenschaftler weisen damit Doping nach.
SYDNEY (dpa). Wissenschaftler aus Australien haben erstmals den Nachweis erbracht, dass die Einnahme des Wachstumshormons (HGH) leistungssteigernde Wirkung hat. Allerdings seien die physischen Verbesserungen eher mäßig und allein im Sprint gewinnbringend. "Dies ist der erste Beweis, dass HGH die Leistung verbessert und zurecht auf der Liste der verbotenen Doping-Mittel steht", so Ken Ho, Leiter der Studie an einem Institut für Medizinische Forschung in Sydney.
Die Einnahme von HGH führt laut dieser Untersuchung, an der sich rund 100 Freizeitsportler beteiligten, aber zu keiner Erhöhung von Kraft und Fitness beim Menschen. HGH wird in der Hirnanhangdrüse produziert, fördert das Knochenwachstum und kann inzwischen auch industriell hergestellt werden. Die verbotenen Einnahme von HGH ist seit 2004 nachweisbar, wird aber noch nicht als Regeltest verwendet. Im Februar wurde erstmals ein britischer Rugby-Spieler des HGH-Dopings überführt und gesperrt.
Wie die australische Studie zeigt, verbessert der HGH-Konsum weder Kraft noch Ausdauer, sondern nur die Explosivität der Muskulatur. Im Radsprint wurde ein Steigerung der Leistung um vier Prozent gemessen. Zudem spekulieren die Forscher, dass im 100-Meter-Sprint der Leichtathleten in einem Zeitrahmen von 10 Sekunden HGH-Doping die Schnelligkeit um eine halbe Sekunde (!) verbessern kann.
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Autor: dpa



