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30. Dezember 2010 10:51 Uhr

Unfall

Bus rutscht bei Menzenschwand von der Straße und kippt um

Ein Linienbus ist zwischen Menzenschwand und St. Blasien auf spiegelglatter Fahrbahn von der Straße gerutscht und im Schnee zur Seite gekippt. Neben dem Fahrer waren noch vier Passagiere im Bus.

  1. Bus rutscht bei St. Blasien von der Straße und kippt um. Foto: Martin Ganz

  2. Bus rutscht bei St. Blasien von der Straße und kippt um. Foto: Martin Ganz

  3. Bus rutscht bei St. Blasien von der Straße und kippt um. Foto: Martin Ganz

  4. Bus rutscht bei St. Blasien von der Straße und kippt um. Foto: Martin Ganz

  5. Der Splitt hat nicht geholfen. Foto: Kathrin Blum

ST. BLASIEN (kbl). Donnerstagmorgen um kurz nach 9 Uhr ist ein Linienbus bei Menzenschwand von der eisglatten Fahrbahn abgekommen, in den Graben gerutscht und zur Seite gekippt. Die vier Fahrgäste und der Busfahrer blieben glücklicherweise unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon.

Der Bus war von Menzenschwand in Richtung St. Blasien auf der L 146 unterwegs. Kurz nach dem Ortsausgang Menzenschwand verlor das Fahrzeug den Halt auf der Fahrbahn und schlitterte in den Graben. "Ich bin wegen der Straßenverhältnisse nur Schrittgeschwindigkeit gefahren, aber es war einfach zu glatt", sagt Busfahrer Stephan Kessebrock. Die Straße sei zwar schwarz gewesen, allerdings mit einer hauchdünnen Eisschicht überzogen. Das bestätigt Stadtkommandant Clemens Huber: "Als wir anrückten, bemerkten wir auch im Feuerwehrauto, wie glatt es ist." Dass die Insassen unverletzt blieben, wertet er als riesiges Glück.

Auch Stephan Kessebrock ist froh, dass es so glimpflich ausging. Der Schreck sitzt ihm aber in den Knochen: "Ich bin bereits mehr als 1,4 Millionen Kilometer gefahren und hatte bisher noch nie einen Unfall."

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Neben Rettungsdienst, Notarzt, Polizei und Bergwacht war die Feuerwehr mit 45 Mann und sieben Fahrzeugen im Einsatz. Viel helfen konnten sie dennoch nicht – für die Bergung des Busses musste ein Spezialkran aus Bad Säckingen angefordert werden, der das Fahrzeug gestern Nachmittag aus dem Graben zog.

Wie auch die Müllabfuhr haben einige Auto- und Busfahrer in der Region den Eindruck, dass diesen Winter schlechter gestreut wird als in den Vorjahren. Die Stadt St. Blasien hat bereits seit Mitte Dezember kein Streusalz mehr und ist deshalb auf Splitt umgestiegen.

Die Landesstraße zwischen Menzenschwand und St. Blasien wurde Hauptamtsleiterin Sylvia Huber am Morgen vor dem Unfall auch gesplittet. "Salz hätte vermutlich mehr bewirkt, aber wir haben nur noch die Notration." Noch vor zwei Wochen hat die Stadtverwaltung damit gerechnet Ende Januar Nachschub zu bekommen, gestern erklärte Sylvia Huber auf BZ-Nachfrage: "Möglicherweise bekommen wir diesen Winter überhaupt kein Streusalz mehr." Bleibe der Winter in ganz Deutschland so streng, hätten die Kommunen kaum mehr Chancen, Streusalz zu bekommen.

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Autor: Kathrin Blum