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17. Dezember 2011

Die Zukunft heißt MINT

In ihrer Kompetenzwoche informierten sich die Schüler über naturwissenschaftliche Berufe.

  1. Einer der Renner bei der Berufsorientierung durch "coaching4future" war natürlich die 3D-Brille Foto: Karin Stöckl-Steinebrunner

ST. BLASIEN. Die Baden-Württemberg Stiftung ermöglicht Schülern im Rahmen des Programms "Coaching 4 Future" neue Technologien und Berufsfelder kennenzulernen. Diese Woche waren deshalb Naturwissenschaftler zu Gast an der Fürstabt-Gerbert-Schule.

Die Neuntklässler belagerten und löcherten Henriette Gruber. Die junge Naturwissenschaftlerin gab den Realschülern während ihrer Kompetenzwoche, in der sie sich über eine mögliche Berufswahl informierten, Einblicke in neueste anwendungsorientierte Entwicklungen.

Selbst in der Hand halten konnten die Jugendlichen nahtlose Gebilde, die von einem 3-D-Drucker hergestellt werden. Diese begeistern nicht nur Designer, sondern werden zum Beispiel auch in der Medizin als passgenaue Stützen verwendet. Mit einem Handschuh mit eingewobenen Silberfäden testeten die Neuntklässler, ob und wie ihre Smartphones bei winterlichen Temperaturen funktionieren. Großes Interesse hatten sie außerdem an einer Brille, mit der Filme dreidimensional gesehen werden können.

In kurzen, anschaulichen Filmen sahen die verdutzten Schüler, wie zum Beispiel aus Milch Fasern für Textilien hergestellt werden. Die können durch ihre antibakterielle Wirkung und denselben PH-Wert wie menschliche Haut besonders Allergikern dienlich sein. Sie sahen auch, wie Hautersatz gezüchtet wird, um die Versuchstierhaltung bei Produkttests verringern zu können. Die sogenannten MINT-Berufe – Ausbildungsberufe, die spezielle Kenntnisse in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik umfassen – spielen bei all den Beispielen eine herausragende Rolle. Einige davon sind allgemein bekannt, wie etwa Elektroniker, Informatiker oder Chemielaboranten. Wie viele Berufe zusammenspielen, um solche neuen Technologien auf den Markt zu bringen, und wie vielseitig diese Berufe einsetzbar sind, das fanden die Jugendlichen och sehr erstaunlich.

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Das zeigte eine faszinierende Filmvorführung einer Zungenbrille, die Erblindeten zumindest eine Grundorientierung zurückgeben kann, oder der Film von künstlichen Pinguinen, die durch Kommunikation untereinander Schwarmverhalten entwickeln können, also lernfähig sind. Neben Elektronikern und Feinwerkmechanikern sind dort zum Beispiel auch Optiker oder Werkstoffprüfer, Assistenten für Produktdesign, aber auch Anlagenführer und Biologielaboranten beteiligt.

Nähere Infos gibt’s online unter http://www.coaching4future.de

Autor: Karin Steinebrunner