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29. Juni 2015

Ein Denkmal wird herausgeputzt

30 ehrenamtliche Helfer arbeiten am Samstag im "Sanagarten" in St. Blasien mit / Viele Arbeiten sind noch notwendig.

  1. 30 Freiwillige legten sich mächtig ins Zeug. Und auch das Wetter spielte mit. Einsatz in luftiger Höhe (rechts oben). Wenige Stunden zuvor war das Mauerwerk völlig überwuchert. Und auch die Büsche im „Sanagarten“ wurden von den Freiwilligen wieder in Form gebracht. Foto: Christiane Sahli

  2. Einsatz in luftiger Höhe (rechts oben). Wenige Stunden zuvor war das Mauerwerk völlig überwuchert. Foto: Christiane Sahli

  3. Foto: Christiane Sahli

ST. BLASIEN. Kaum wiederzuerkennen ist der "Sanagarten" der Lungenfachklinik St. Blasien bereits nach einem Aktionstag. Rund 30 ehrenamtliche Helfer trafen sich am Samstag, um die einstige Parkanlage auf Vordermann zu bringen. Da wurde Rasen gemäht, Hecken und Büsche geschnitten, Unkraut entfernt und vieles mehr.

"Am sechsten Tag schuf Gott den Sanagarten", hatte Gemeinderat Christoph von Ascheraden bei der dem Arbeitseinsatz vorausgehenden Informationsveranstaltung schmunzelnd erklärt. So einfach war es dann natürlich doch nicht, aber was die rund 30 Ehrenamtlichen gemeinsam mit Bürgermeister Rainer Fritz auf die Beine gestellt hatten, war wirklich mehr als beachtlich. Es wurden Hecken, Büsche und Rosen geschnitten, Rasen gemäht, Unkraut entfernt, das Mauerwerk von rankenden Pflanzen befreit, Moos von Treppen und Geländern entfernt und vieles mehr. Und auch das Wetter spielte diesmal mit. Ein kleiner Regenschauer am Vormittag störte die Arbeiten kaum.

Die Freiwilligen hatten sich zum Teil eigenes Werkzeug mitgebracht und sich ordentlich ins Zeug gelegt. Überall war der Lärm von Motorsägen und -sensen zu hören, fast eine Geräuschkulisse wie beim Holzbildhauersymposium, sagte der Rathauschef. Und schon am Mittag war der "Sanagarten" nicht mehr wiederzuerkennen.

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Meterhoch türmte sich in einer abgelegenen Ecke das entfernte Material, das heute, Montag abgefahren werden soll. "Da werden zwei bis drei Lkw-Ladungen zusammenkommen", schätzte Fritz.

Mit viel Elan und Begeisterung waren die Helfer bei der Arbeit. Kathrin Sauer, die im Luisenheim arbeitet, findet es toll, dass der "Sanagarten" nun auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Klar, dass sie sich da auch engagieren wollte. Roelina Klunde hatte schon immer bedauert, dass der Garten nicht in Stand gehalten wird. Und als sie dann von der Aktion erfuhr, beschloss sie, auch mitzumachen. Aus Rheinland-Pfalz kommt Beate Bausmann. Eigentlich wollte sie am Wochenende ja nur ihre in St. Blasien lebende Tochter besuchen. Als diese dann erzählte, an dem Arbeitseinsatz teilnehmen zu wollen, beschloss Beate Bausmann spontan: "Da mache ich auch mit". "Das ist für mich ein Arbeitsurlaub", fügte sie schmunzelnd hinzu. Für sie ist das Vorhaben eine "Superaktion", ihr sei schon länger ein Dorn im Auge gewesen, dass der Garten so verwildere, sagte sie.

Vieles ist schon geschafft, es bleibt aber doch noch einiges zu tun. Künftig könne es auch kleinere Aktionen mit kleineren Gruppen geben, erklärte Bürgermeister Fritz. Und für verschiedene Maßnahmen müssten auch noch mit dem Denkmalamt abgeklärt werden, da Klinik und Garten unter Denkmalschutz stehen, so der Rathauschef weiter.

Autor: Christiane Sahli