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10. Februar 2012
Gefrorenes Futter ist gefährlich
Haustiere brauchen jetzt frisches und nicht zu kaltes Wasser / Streusalz kann bei Schürfwunden zu Entzündungen führen.
ST. BLASIEN. Verspielt tollt der Hund durch das Weiß, immer wieder schnappt er sich Schnee und frisst ihn. Um den Körnerball am Wohnzimmerfenster herrscht Hochbetrieb und im Wald Ruhe: Besonders bei der Kälte sollten die Menschen auf einige Dinge achten, damit der Winter für Haustiere, Vögelchen, das Vieh im Stall und das Wild nicht zur Qual wird.
Die wichtigste Regel lautet: Die Tiere dürfen kein gefrorenes Futter bekommen: Fressen zum Beispiel Wiederkäuer Gefrorenes könne das zu schweren Verdauungsstörungen führen, sagt der Tierarzt Mathias Rüger.Hunde spielen gerne im und mit dem Schnee. Auf das Wetter und die tiefen Temperaturen haben sie sich – wenn sie artgerecht gehalten werden – mit einem warmen Winterfell vorbereitet. Allerdings muss dieses Fell auch wieder trocknen, wenn die Spielzeit vorbei ist. Nur dann könne es seine Schutzfunktion voll entfalten. Kommen die langhaarigen Vierbeiner ins Haus, versuchen sie sich die Eisklumpen aus den Pfoten zu nagen. Dabei könnten sie auch daran haftendes Streusalz in mögliche kleine Wunden hineinreiben, was zu Entzündungen führen kann, sagt Rüger. Deshalb sei es sinnvoll, die Pfoten nach dem Spaziergang mit Wasser abzuspülen. Haben sich die vierbeinigen Freunde doch einmal durch den festen Schnee die Pfoten aufgerieben, können die Wunden mit Salbe behandelt oder sogar mit Hundeschuhen geschützt werden.
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Nur kleinen Hunderassen mache die Kälte zu schaffen. Ein Hundejäckchen, das den Körper ganz umschließt, sei dann sinnvoll.
Ohne Probleme könnten Hunde auch Temperaturen bis Minus 20 Grad aushalten und sogar den Winter über in einer gedämmten und windgeschützten Hütte leben. Achten müsse man aber dabei nur darauf, dass sie – und natürlich auch Katzen – immer frisches und möglichst nicht zu kaltes Wasser trinken können.
Das Trinken ist für Vögelchen zwar auch bei diesen Temperaturen kein Problem, Futter finden die Körnerfresser derzeit aber nicht. Mit Körnerknödeln oder anderem handelsüblichen Futter könne man den Tieren deshalb jetzt sehr helfen. Dort, wo es ein Angebot gibt, herrsche auch viel Betrieb, weiß Rüger.
Futterstellen gibt es zwar auch für das Wild im Wald, doch das sollte jetzt möglichst nicht gestört werden, sagt er. Denn jede Bewegung im tief verschneiten Wald koste Rehe und Hirsche sehr viel Energie. Will man sich also tierfreundlich verhalten, verlässt man als Wanderer oder Schneeschuhläufer nicht die ausgewiesenen Wege, mahnt der Tierarzt.
Autor: Sebastian Barthmes
