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19. Juni 2017

"Wasser oder Iso" ist die Frage des Tages

Im Skistadion in Menzenschwand werden die Fahrer des Black Forst Ultra Bike Marathon versorgt.

  1. Bananen, Hefezopf oder isotonische Getränke warteten an der Verpflegungsstation in Menzenschwand auf die Fahrer. Foto: Christiane Sahli

ST. BLASIEN-MENZENSCHWAND. Bereits zum 19. Mal fand am Sonntag der Black Forest Ultra Bike Marathon statt. Mehrere der Strecken führten durch Menzenschwand, wo Mitglieder des Skiclubs die Fahrer an einer Versorgungsstation im Skistadion verpflegten.

Bereits um 7.30 Uhr hatten sich die Helfer des Skiclubs im Skistadion eingefunden, um die Verpflegungsstation aufzubauen, denn gegen 9.30 Uhr wurden die ersten Fahrer, die in Kirchzarten gestartet waren, erwartet.

Außer isotonischen Getränken, Apfelsaftschorle und Wasser standen Energieriegel, Hefezöpfe in verschiedenen Geschmacksrichtungen, Bananen und Apfelschnitze für die Fahrer bereit. Die nahmen die angebotene Stärkung gerne an, nur die wenigsten passierten blicklos die Verpflegungsstation. Viele nahmen die Erfrischungen im Vorbeifahren an, aber die meisten nutzten die Gelegenheit zu einer kleinen Pause und zu Gesprächen. Da wurden der bisherige Rennverlauf oder die weitere Strecke diskutiert. Oder man wartete auch auf langsamere Fahrer, wie zwei Damen, die ihre später eintreffenden Herren mit einem Kuss begrüßten. Immer wieder kamen auch Gespräche mit Helfern und Zuschauer zustande."Wo sind wir denn hier?", wollte einer der Fahrer von Zuschauern wissen. Und: "Schön ist es hier", stellte er fest und unterhielt sich noch eine Weile mit Zuschauern.

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Einer der Fahrer hatte sich in einem originellen Outfit auf den Weg gemacht: Er trug ein Fasnachtskostüm mit entsprechender Kopfbedeckung. Auf die Frage "Wasser oder Iso?", antwortete der Witzbold breit grinsend: "Bier". Nachdem er aber zu seiner Enttäuschung erfahren hatte, dass es Bier erst im Ziel gibt, nahm er mit einem isotonischen Getränk vorlieb.

Jubel brandete auf, als Lokalmatador Simon Mayer ins Stadion einfuhr. Schnell war der jungen Menzenschwander von den Helfern umringt, aber viel Zeit ließ er sich nicht und machte sich nach einer kurzen Erfrischung wieder auf den Weg.

Viel hatten die Helfer an dem Vormittag zu tun, denn angesichts der zahlreichen Fahrer galt es immer wieder, die Vorräte aufzufüllen und isotonische Getränke anzurühren. Und auch eine Abkühlung mit Wasser aus dem Schlauch gab es, der eine oder andere ließ sein Fahrrad oder auch seine Arme abspritzen. Einer der Fahrer nutzte die Gelegenheit, seine Wunde, die er bei einem Sturz erlitten hatte, zu kühlen. Die Hilfe der Menzenschwander Bergwacht, die für Notfälle bereit stand, wollte er nicht in Anspruch nehmen.

Angekündigt wurden die Fahrer – auch einige Tandemgespanne waren am Start – von Stadionsprecher Joachim Kaiser, der zudem immer wieder über den Verlauf des Rennens und die derzeit Führenden informierte.

"Jetzt wird es heftig", stellte ein Fahrer fest, als er sich wieder auf den Weg machte, denn kurz nach dem Skistadion stieg die Strecke steil an.

"O Sole Mio" sang ein anderer noch zu Beginn des Anstiegs, winkte den Zuschauern fröhlich zu und vollführte ein Kunststückchen mit seinem Rad. Angesichts des langen, steilen Anstiegs wird ihm wohl aber die Puste zum Singen schnell ausgegangen sein, und schließlich brannte auch die "Sole Mio" ziemlich heiß.

Mehr Fotos gibt es im Internet unter http://www.badische-zeitung.de

Autor: Christiane Sahli