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15. November 2017

Zwei außerplanmäßige Ausgaben

Gemeinderat St. Blasien vergibt Arbeiten für Spülleitung für Tiefbrunnen Galgenmatt und Flachdachsanierung am Feuerwehrhaus.

ST. BLASIEN. Zwei Vergaben standen auf der Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung. Sowohl an der Wasserleitung der Tiefbrunnen Galgenmatt als auch am Flachdach des Feuerwehrgerätehauses sollen demnächst Bauarbeiten stattfinden.

"Wenn es in den Tiefbrunnen eins und zwei Verunreinigungen gibt, muss das System gespült werden. Bisher wir der Schmutz dann durch das ganze System gespült und landet auch im Tiefbrunnen drei", fasste Bürgermeister Adrian Probst die Gründe für die geplanten Arbeiten zusammen. In Abstimmung mit dem Wassermeister soll nun eine Rückspülleitung für die Tiefbrunnen installiert werden. Künftig soll dann, wenn in einem Brunnen eine Verkeimung auftritt, mit einem Schieber der Wasserfluss in Richtung Wasserwerk unterbrochen werden. Das verunreinigte Wasser soll dann durch die Spülleitung in die Alb abgeleitet werden. Erschwerend kommt für die Bauarbeiten hinzu, dass sie in einem Naturschutzgebiet stattfinden werden. Dafür muss eine naturschutzrechtliche Genehmigung eingeholt werden. In der Beschlussvorlage wurde bereits festgehalten, dass die Arbeiten laug Rechnungsamtsleiter Michael Spitz im Haushalt 2017 finanziert werden können. Auf Nachfrage aus dem Gemeinderat erläuterte Bürgermeister Probst noch, dass es sich insgesamt um 25 Meter Rohrleitung handele, die neu installiert werden müsse. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den Auftrag für 9393 Euro brutto an die Firma Eberhard Knoll aus Dachsberg-Happingen zu vergeben.

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"Ich finde toll, dass wir das jetzt machen", freute sich Gemeinderat Ralf Weber, als das Gremium einstimmig beschloss, die Abdichtung des Flachdachs des Feuerwehrgerätehauses in St. Blasien anzugehen. Bereits im Jahr 2014 war festgestellt worden, dass das Flachdach über dem Schlauchgang undicht ist.

Mehrere erfolglose Reparaturversuche hatte es seither gegeben, auch deshalb, weil immer wieder diskutiert wurde, das Feuerwehrgerätehaus an einem anderen Standort neu zu bauen. Nun, da diese Pläne auf Eis liegen sei aber zum Schutz der Gebäudesubstanz eine grundlegende Sanierung erforderlich, heißt es in der Beschlussvorlage. Sechs Firmen waren für die Arbeiten angefragt worden, einzig die Firma Malzacher aus Dachsberg hatte ein Angebot abgegeben. Für 20 705 Euro brutto erhielt sie vom Gemeinderat einstimmig den Zuschlag. Wenn es das Wetter zulässt, sollen die Arbeiten noch im laufenden Jahr gemacht werden.

Im Haushaltsplan für das laufende Jahr vorgesehen ist die Sanierung des Flachdaches nicht. Die außerplanmäßigen Ausgaben seien aber nach Rücksprache mit Rechnungsamtsleiter Michael Spitz möglich, hieß es aus der Verwaltung. Mehreinnahmen auf der einen und geringere Ausgaben als geplant auf der anderen Seite machen dies möglich.

Autor: Claudia Renk