"Das Institut ist viel zu wenig bekannt"

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 08. August 2018

Saint-Louis

CDU-Politiker Armin Schuster und Verteidigungsstaatssekretär Zimmer besuchen ISL in Saint-Louis.

SAINT-LOUIS (BZ). Der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster will das Deutsch-französische Forschungsinstitut (ISL) in Saint-Louis dabei unterstützen, die zivilen Nutzungen seiner Entwicklungen und Forschungen zu intensivieren. Das versicherte der Obmann der CDU im Innenausschuss und frühere Bundespolizist dieser Tage bei einem Besuch des ISL mit Benedikt Zimmer, Staatssekretär im Verteidigungsministerium. Konkreter Anlass der Ankündigung sei der neueste im ISL entwickelte Gehörschutz gewesen, heißt es in dessen Mitteilung.

Das ISL hat den Sitz zwar seit Jahrzehnten in Saint-Louis; es ist aber ein binationales Institut für Verteidigungsforschung und wird zu gleichen Teilen von Deutschland und Frankreich finanziert und betrieben – eine bis heute weltweit einzigartige Konstellation. Angesichts der Lage haben die meisten deutschen Mitarbeiter ihren Wohnsitz in Südbaden, vor allem in Schusters Wahlkreis Lörrach-Müllheim. Als kleine Randgruppe der Grenzgänger und angesichts der unterschiedlichen, aber rasanten Entwicklungen der Sozialsysteme eine immer wieder herausfordernde Ausgangssituation, mit der Gefahr im nationalen Kontext nicht wahrgenommen zu werden, heißt es in der Mitteilung. Hier sei politische Unterstützung in Paris und Berlin gefragt, um Schieflagen vorzubeugen – nicht zuletzt ein Grund für Schuster, sich mit Staatssekretär Zimmer ein Bild vor Ort machen.

Gemeinsam mit Vertretern des ISL-Verwaltungsrats gab der französische Direktor Christian de Villemagne den Gästen einen Überblick über die jüngsten Innovationen. Im Bereich Optik wurde zum Beispiel ein neues portables Nachtsichtgerät vorgestellt, das vor allem bei schlechten Wetterverhältnissen, wie Rauchentwicklung und Nebel, eine bessere Sicht ermöglicht. Er sei immer wieder und noch immer überrascht, was hier an Spitzenforschung stattfinde, so Schuster laut der Mitteilung. "Das Institut und seine Arbeit ist viel zu wenig bekannt, aber wir werden uns dafür einsetzen, dass dies auch politisch wahrgenommen und geschätzt wird", lässt sich der CDU-Politiker in der Mitteilung weiter zitieren.