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15. September 2011
Gedanken ausgetauscht
Agglomerationsprogramm.
ST. LOUIS (BZ). Mehr als 100 Personen aus Politik, Verwaltung und Interessensverbänden aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz haben sich am Dienstag, zu einem trinationalen Forum des Agglomerationsprogramms Basel in der La Coupole in St.-Louis getroffen. Zweck der Veranstaltung war ein Gedankenaustausch über die Entwicklung des grenzüberschreitenden öffentlichen und privaten Verkehrs in der Region, schreiben die Veranstalter in einer Mitteilung. Jean Ueberschlag, Bürgermeister von Saint-Louis und Vertreter der politischen Steuerung des Agglomerationsprogramms Basel, sowie Patrick Leypoldt, Leiter der Geschäftsstelle Agglomerationsprogramm Basel, werten die Veranstaltung als erfolgreiche Weiterführung des Mitwirkungsprozesses im Rahmen des Agglomerationsprogramms Basel.
Ein auf Basis der 2. Mitwirkungsveranstaltung überarbeitetes Zukunftsbild geht von einem Bevölkerungswachstum im trinationalen Raum von 30 000 (bisher 17 000) Einwohnern bis 2030 aus. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung können die bisher geplanten Projekte diesem Zuwachs gerecht werden, allerdings bedarf es dazu zusätzlicher Anstrengungen. Neben dem Zukunftsbild zur Entwicklung der Agglomeration in den Bereichen Siedlung, Landschaft und Verkehr, wurden die Handlungsstrategien des Programms vorgestellt. Diese brechen die Vision auf die einzelnen Verkehrsträger (Motorisierter Individualverkehr, Fuß- und Radverkehr, Öffentlicher Verkehr und Güterverkehr) herunter. Der Strategie-Prozess im Agglomerationsprogramm Basel ist damit inhaltlich abgeschlossen.
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Die Besucher nutzten das Forum, um sich im Detail über die Planungen zu informieren. So wurden die geplante S-Bahn-Entwicklung oder diverse Bereich von Tramverlängerungen (Tram 3 Saint-Louis, Tram Salina Raurica, Tram Erlenmatt) diskutiert. Ebenfalls thematisiert wurden die Verlegung der Rheinstraße, die Knotenanpassung Dreispitz sowie die erstmals grenzüberschreitend abgestimmten Planungen im Bereich Fuß- und Fahrradverkehr. Die meisten Teilnehmer begrüßten eine übergeordnete, grenzüberschreitende Planung sehr und waren sich einig, dass der Ausbau der Infrastrukturen für alle Verkehrsmittel gleichermaßen vorangetrieben werden muss.
Die Investitionskosten für die vorgestellten Projekte mit erster Priorität belaufen sich auf 700 bis 900 Millionen Franken. Zahlreiche übergeordnete Vorhaben, die grundlegend für den Erfolg des Agglomerationsprogramms sind, aber nicht von diesem finanziert werden, zeigten wie wichtig das Engagement des Bundes in der Agglomeration Basel sein werde, will man die verkehrlichen Probleme und Entwicklungen langfristig in den Griff bekommen.
Die Vorsitzende der politischen Steuerung des Agglomerationsprogramms, Regierungsrätin Sabine Pegoraro, Kanton Basel-Landschaft, unterstrich in ihrem Schlusswort, dass die Erkenntnisse und Ergebnisse aus den Diskussionen im Forumsteil in die weitere Erarbeitung des Agglomerationsprogramms Basel einfließen werden. Die zweite Projekt-Generation des Agglomerationsprogramms Basel muss bis spätestens 30. Juni 2012 beim Bund eingereicht werden.
Autor: bz



