HINTERGRUND

Michael Baas

Von Michael Baas

Di, 03. Juli 2018

Elsass

Fracht und Flugaufkommen

Fracht ist ein strategisches Standbein des EAP und seit Inbetriebnahme des neuen Cargoterminals Anfang 2015 steigt das Frachtaufkommen auch wieder – allerdings langsamer, als bei der Konzeption des Terminals erwartet worden war. 2017 erreichte das Frachtaufkommen 112 000 Tonnen. Das war im Vergleich zu 2016 ein Plus von elf Prozent und der Anteil der tatsächlich geflogenen Fracht lag mit 68 000 Tonnen auch zum zweiten Mal über der per Lastwagen umgeschlagenen. Dieser Trend hat sich in den ersten fünf Monaten 2018 fortgesetzt. Zwar stagnierte das Frachtaufkommen insgesamt, der Anteil der geflogenen Fracht hat aber einmal mehr leicht zugelegt auf fast 26 000 Tonnen. Rund vier Fünftel davon entfallen allerdings auf den Expressbereich, der mit knapp vier Prozent das stärkste Wachstum verzeichnete.

Was das kritisch beäugte Flugaufkommen betrifft, spielt des Frachtverkehr dagegen (bislang) eine untergeordnete Rolle. Die sieben Vollfracht- und rund 40 Expressfrachtflüge pro Woche addieren sich auf etwa 100 Starts und Landungen in der Woche. Aufs Jahr hochgerechnet ergibt das rund 5200 Starts und Landungen oder gut fünf Prozent der 95 610 Flugbewegungen 2017. Das besonders kritisch beäugte, aber vor allem für die Expressfracht wichtige Zeitfenster zwischen 23 und 24 Uhr will der EAP durch weitere Zuschläge und andere Auflagen, also mit Mitteln des Marktes, unattraktiver machen, um das Flugaufkommen weiter einzuschränken. Eine Nachtflugsperre zwischen 23 und 6 Uhr lehnt die Direktion indes ab – nicht zuletzt um das Expresssegment halten zu können.