"Landschaft schützenswert"

awe

Von awe

Sa, 14. Oktober 2017

St. Märgen

Regionalplan Windkraft: St. Märgen bleibt beim Nein.

ST. MÄRGEN (awe). Der Gemeinderat St. Märgen hält daran fest, dass im Umkreis der Gemeinde keine weiteren Windkraftanlagen errichtet werden sollen. Das Gremium gab eine entsprechende Stellungnahme zur Teilfortschreibung des Regionalplans Südlicher Oberrhein zum Kapitel Windkraft ab. Das Verfahren befindet sich derzeit in der zweiten Offenlage, in der auch die Gemeinden nochmals angehört werden.

Konkret ging es um den Brombeerkopf, der im Entwurf als potentieller Windkraftstandort ausgewiesen ist. Bürgermeister Manfred Kreutz stellte fest, dass sich die Einstellung der Gemeinde nicht geändert habe. St. Märgen liege auf der Höhe und habe weite Ausblicke in die Umgebung. Im Bereich Richtung Gütenbach, Plattenhöhe und Kandel seien "doch einige Windparks vorhanden". Nun wolle man nicht auch noch den Blick auf "unserer Sahneseite" Richtung Westen, wo sich der Brombeerkopf befindet, mit Windrädern beeinträchtigt wissen. "Meines Erachtens ist die schwarzwaldtypische Landschaft ein schützenswertes Gut", betonte Kreutz. Man lebe hier vorrangig vom Tourismus. Auch wolle man der Gemeinde Glottertal nicht in den Rücken fallen, die aus nachvollziehbaren Gründen größte Bedenken gegen den Windkraftstandort Brombeerkopf angemeldet habe. "Ich bin’ s jetzt bald leid, diese Diskutiererei", sagte Gerhard Dold. Seit Jahren werde über die Windkraft geredet und viel Geld für die Planungen ausgegeben. "Wir wissen ganz genau, dass die Windhöffigkeit hier nicht so toll ist." Die sensible Landschaft gelte es zu bewahren.

Nicht nur die Energiepolitik dürfe im Vordergrund stehen. "Die paar Windräder retten die Welt nicht." Dold plädierte für einen Pflichtabstand zur Wohnbebauung von 2000 Metern. Wie schon in der Vergangenheit lehnte der Gemeinderat die Ausweisung des Brombeerkopfs als Windkraftstandort einstimmig ab.