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19. Dezember 2016

Sportverein St. Märgen

Gemeinderat unterstützt neue Flutlichtanlage mit bis zu 35.000 Euro

Kostenschätzung liegt bei 95 000 Euro / Gemeinderat sagt Zuschuss von bis zu 35 000 Euro zu / Abendspiele bald wieder möglich.

ST. MÄRGEN. Der Sportverein kann endlich die alte Flutlichtanlage auf dem Sportplatz erneuern. Der Gemeinderat beschloss in einer jüngsten Sitzung, einen Zuschuss von 35 000 Euro und die Kosten für die Baugenehmigung zu übernehmen. Die Flutlichtanlage im Sportzentrum ist 40 Jahre alt und reicht für einen regulären Spielbetrieb nicht mehr aus.

Bürgermeister Manfred Kreutz erläuterte zunächst den Zustand sowie technische Daten und mögliche Varianten einer neuen Anlage. Die alte Anlage wurde vor 40 Jahren in Eigenbau erstellt und mit 230-Volt-Halogenstrahlern versehen. Damit ist die heute vorgeschriebene Beleuchtungsklasse nicht zu erreichen. "Ein Spielbetrieb ist, formal gesehen, nicht mehr möglich", sagte Kreutz. Auch die Sicherheit spiele eine Rolle. Die vier Masten sind aus Holz, Blitzschutz und Erdung sind nicht vorhanden.

Von den beiden vorgeschlagenen Varianten entschied sich der Gemeinderat für folgende: Es sollen vier Metallmasten mit je acht LED-Leuchten mit Erdung und Blitzschutz aufgestellt werden. Insgesamt rund 95 000 Euro kostet die Anlage voraussichtlich. Davon kann der Sportverein St. Märgen Eigenleistungen im Wert von rund 25 000 Euro übernehmen. Die verbliebenen 70 000 Euro möchte sich der Verein mit der Gemeinde teilen.

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Kreutz betonte die Dringlichkeit des Vorhabens. "Der Sportplatz ist hoch frequentiert, der Sportverein ist ein sehr aktiver Verein mit vielen Jugendlichen. Es ist fast jeden Abend da oben was los."

"Wir wissen es schon lange, dass das da oben kein Zustand ist, auch optisch nicht", bestätigte Gerhard Dold. "Viele Spiele sind abends unter der Woche", man komme ohne Flutlicht nicht aus. 35 000 Euro Zuschuss seien für die Gemeinde "schon ein Brocken". Dennoch müsse man den Sportverein unterstützen. Er wirtschafte hervorragend und tilge seine Darlehen stetig.

"Was mich im Moment ein bisschen drückt, ist die Zukunft des Clubheims", fuhr Gerhard Dold fort. Die Pächter hören aus gesundheitlichen Gründen in wenigen Wochen auf. Andreas Lickert, Vorsitzender des SV, saß unter den Zuhörern und bestätigte, nur bis Ende Januar seien die bisherigen Pächter noch da. Er habe mit drei Interessenten verhandelt, aber noch ohne Ergebnis. Man werde die Gaststätte nun ausschreiben. Matthias Löffler, stellvertretender Vorsitzender ergänzte, vor den bisherigen Pächtern habe der Verein eine Weile die Gaststätte selbst betrieben und genauso viel erwirtschaftet, wie die Pachteinnahmen bringen. Die Kredittilgung fürs Clubhaus sei nie gefährdet gewesen. Solch eine Übergangslösung sei wieder denkbar.

Einstimmig genehmigte der Gemeinderat den Zuschuss von 35 000 Euro. Sollten Spenden Dritter oder Förderungen eingehen, würde sich der Anteil von Gemeinde und SV entsprechend jeweils anteilig verringern.

Autor: Alexandra Wehrle