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17. März 2009
Männerchor St. Märgen benötigt mehr Tenöre in seinen Reihen
Dirigent Rauber wünscht sich mehr Stimmvolumen / Sänger absolvieren 16 Auftritte und 55 Proben / Neues Notenmaterial strapaziert die Vereinskasse.
ST. MÄRGEN. "Wir brauchen Tenöre!" So lautete die Forderung von Dirigent Stephan Rauber des Männergesangvereins St. Märgen, am Samstag bei der Jahresversammlung im Café Wangler.
Der Chor sei gut besetzt, aber der erste Tenor sei mit durchschnittlich drei Sängern zu schwach. Dies sei bei Auftritten in der Kirche deutlich zu hören, wenn der Bass den Tenor übertöne.
Nach dem gemeinsam gesungenen Badnerlied und der Begrüßung durch den Vorsitzenden Bernhard Kirner gab Schriftführer Hubert Wehrle einen Einblick in das vergangene Vereinsjahr. Der Verein zählt 146 passive Mitglieder, die drei Ehrenmitglieder Hermann Hummel, Lambert Wehrle und Adolf Mark sowie 25 aktive Sänger. Der Männergesangverein hat im Jahr 2008 zahlreiche Kurkonzerte, teils im Kapitelsaal, teils in gastronomischen Betrieben gegeben. Diese zweite Variante zeige sich als gute Lösung, um mehr Zuhörer zu gewinnen, da der Kapitelsaal zwar klangtechnisch alles biete, aber die Besucherzahl vergleichsweise gering sei.
Ein Höhepunkt war das im April mitveranstaltete Geistliche Konzert in der Kirche in Hinterzarten, dessen Erlös an das Implant Centrum Freiburg zugunsten von "Taube Kinder lernen hören" ging. Der gebaute Klanggarten soll im April besichtigt und erlebt werden.
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Ein weiterer Höhepunkt war das Jahreskonzert, das stets am Pfingstsonntag stattfindet. In monatelanger intensiver Probenarbeit hatten die aktiven Sänger daraufhin gearbeitet, dem Publikum einen unterhaltsamen Abend zu bieten. Das von Dirigent Stephan Rauber ausgesuchte Programm, das vorwiegend aus englischen Titeln bestand, kam nicht so gut an, weshalb Rauber versprach, für das in diesem Jahr eine Woche vor Pfingsten stattfindende Konzert wieder auf die Trink- und Volkslieder zurückzugreifen, gemischt mit Titeln der "Comedian Harmonists" und italienischen und spanischen Gesängen. Des Weiteren wurden die Maiandacht, das Festbankett zum 125-jährigen Jubiläum der Feuerwehr St. Märgen und das Weinfest Glottertal musikalisch umrahmt.
Auch die Arbeitseinsätze bei den Deutschen Mountainbike-Meisterschaften und am Pfarrfest gehörten zu den Terminen 2008. Dass auch die Geselligkeit nicht zu kurz kam, dafür sorgten ein Familientag, ein Vereinsausflug mit Wanderung rund um den Feldberg sowie ein Kameradschaftsabend mit einer Diashow. Insgesamt absolvierte der Männergesangverein St. Märgen 16 Auftritte und 55 Proben, an denen im Schnitt 75 Prozent der Vereinsmitglieder teilnahmen.
Kassierer Michael Faller verlas den aufgrund zahlreicher angeschaffter Noten für künftiges Liedgut und der neuen Poloshirts für die Sänger nicht ganz so positiven Kassenbericht und gab humorvoll bekannt, dass er es im vergangenen Jahr endlich geschafft habe, das seit 1954 bestehende Kassenbuch voll zu bekommen und man nun ein neues, nicht ganz so ramponiert aussehendes Buch beginnen könne.
Bürgermeisterstellvertreter Gerhard Dold dankte für die zahlreichen Vereins- und Gemeindeaktivitäten. Dold berichtete, dass es wohl auf dem neu errichteten Augustinerplatz keinen Pavillon mehr geben werde. Von den Vereinsmitgliedern wurde dies aufgrund der fehlenden Akustik bedauert; Dirigent Stephan Rauber indes schlug als Alternative vor, bei einem der nächsten Konzerte einfach mal den Klosterhof auszuprobieren. Vielleicht könnte er eine Alternative werden.
Die Probenbeteiligung sah Josef Kleiser mit einem Fehltag an erster Stelle; gefolgt von Konrad Fehrenbach mit zwei Fehltagen, Fridolin Fehrenbach, Konrad Hog und Bernhard Kirner mit drei Fehltagen und Paul Kleiser mit vier Fehltagen. Sie alle erhielten ein kleines Präsent.
Der Wanderpokal, der alljährlich für die beste Probenbeteiligung einer Stimme verliehen wird und von der Stimme mit den wenigsten Proben gefüllt werden muss, ging ausgerechnet an die personell geschwächten ersten Tenöre. Tatsache ist, dass sie sich über den Wanderpokal, gefüllt mit gutem Trollinger und bezahlt von der Bass-Stimme, die sich als die probenschwächste gezeigt hatte, sehr erfreut zeigten.
Autor: Tina Hättich
