Pferdeyoga, Musik und Tanz

Heidrun Simoneit

Von Heidrun Simoneit

Di, 13. Februar 2018

St. Märgen

Die St. Märgener Narren feiern beim Bunten Abend der Vereine in der Schwarzwaldhalle.

ST. MÄRGEN. Der große, kühle Holzbau füllte sich nur langsam. Beim Start zum Bunten Abend der Vereine blieben einige Stühle am Ende unbesetzt.

Wer aber den Weg in die Schwarzwaldhalle nach St. Märgen gefunden hatte, der hatte sich kostümtechnisch schwer in Schale geschmissen. Ein schwarz vermummter Henker mit Riesenbeil, ein stattlicher Arzt im blütenweißen Kittel, mehrere Besucher hatten sich wie abgesprochen in ein tierisches Ganzkörperkostüm gezwängt, Elche, Bären, Giraffen waren zu erkennen.

Eine sehr zurückhaltende Dekoration ohne Luftschlangen, Ballons oder bunten Fähnchen erlaubte ein konzentriertes Augenmerk auf die vier kurzen Darbietungen, die auf Bühne stattfanden.

Nach dem Einmarsch zeigten die Glunkis zusammen mit dem Reit- und Fahrverein ihr komödiantisches Talent. Auf einem riesigen, hölzernen Pferderücken präsentierten die Akteurinnen eine Trendsportart mit Zukunft, um die sich bald andere Gemeinden reißen werden: Pferdeyoga. Dabei sollte das Publikum raten, welche Yogaform da auf dem Pferd zu sehen war.

Mancher Narr in der Halle outete sich dabei sehr zur Freude seiner Nachbarn als totaler Nicht-Fachmann. Der Nachwuchs hüpfte anschließend über kleine Hindernisse und sang ein Lied dazu.

Die Landfrauen zogen ebenso wie die Betzitglunki über das Geschehen im Ort her. Insider bemerkten sofort, wer da durch den Kakao gezogen wurde, der mit seinem Hund am Sportplatz einen Dachs sichtete.

Wer wohl die drei Fans waren, die nach der dritten Halbzeit beim Heimspiel des SC Freiburg drei Taxis für den gemeinsamen Heimweg bestellten?

Immer wieder längere Pausen zwischen den kleinen Auftritten nutzte das Geschwister-Duo Friedhelm und Silvia Kaltenbrunn aus Löffingen, um die Stimmung im Saal anzuheizen – das gelang prächtig. Denn in St. Märgen wird gerne getanzt, sei es zu altbekannten Partykrachern oder aber zu modernen deutschsprachigen Schlagern von Andreas Gabalier (Hulapalu) oder Kerstin Ott (Die immer lacht). Durchs überschaubare Programm führte Benjamin Hermann.