"Very British" tönt es durch die Halle

Heinrich Fehrenbach

Von Heinrich Fehrenbach

Mi, 28. Dezember 2016

St. Märgen

Trachtenkapelle St. Märgen gestaltet einen kurzweiligen Konzertabend am Stephanstag.

ST. MÄRGEN. "Very Britisch" hieß das Motto beim Weihnachtskonzert der Trachtenkapelle St. Märgen am Stephanstag in der Schwarzwaldhalle. Den Konzertabend eröffneten die Jungmusiker. Mit Ausbilderin Stefanie Rohrer am Dirigentenstab spielten sie das Stück "Accidentally in Love", von Michael Sweeney. Es ist eines der Lieder für den Soundtrack von Shrek 2. Es ist eine Melodie im soliden Rockstil, ins deutsche übersetzt mit "Versehentlich verliebt".

Der Dirigentenstab wechselte anschließend an Hanna Löffler. Gespielt wurde "May It be", ein Lied aus dem Jahre 2001, das für den Film "Der Herr der Ringe" geschrieben, und im Abspann des Films eingesetzt wurde. Es folgte das Stück "Irish Dream" von Kurt Gäble. Begonnen mit einer sanften und verträumten Melodie, die die ursprüngliche und natürliche Landschaft Irlands skizziert. Dieses Thema kam im gesamten Stück immer wieder zum Ausdruck.

Konzertauftakt mit Westminster Hymn

Mit "The Best of Queen" in einer Bearbeitung von Paul Murtha wagten sich die jungen Nachwuchsmusiker an die ganz großen der Rockmusikgeschichte heran und brachten die Stücke gelungen zur Aufführung. Mit großem Applaus wurden die Jungmusiker mit ihren Ausbildern Stefanie Rohrer und Hanna Löffler von der Bühne verabschiedet, um für die Trachtenkapelle Platz zu machen. Allerdings nicht ohne Zugabe mit "Rolling in the Deep", von Adele. Mit "When I’m Sixty-Four" einem Lied der Beatles, aus dem Jahr 1967, gespielt ohne Dirigenten, bedankten sich die Jungmusiker bei Hannah und Stefanie.

Die Trachtenkapelle St. Märgen unter der Leitung des Dirigenten Alois Huber begann ihren Auftritt in der voll besetzten Schwarzwaldhalle mit dem Titel "Westminster Hymn" von Alfred Bösendorfer. Der Komponist schuf auf der Grundlage des "Ostergesangs" eines unbekannten Komponisten, der auf das Jahr 1748 zurückgeht, eine große Hymne für sinfonisches Blasorchester, die das Besondere an der Westminister-Abtei mit bläserischen Ausdrucksmitteln packend einfängt. Die Westminster-Abtei ist das höchste gotische Bauwerk auf den Britischen Inseln und soll in ihrer aufwärtsstrebenden Architektur, die unvorstellbare Größe Gottes wiederspiegeln.

Mit "Celtic Flutes" einem Solo für zwei Flöten von Kurt Gäble wurde das Programm fortgesetzt. Lea Mark und Hannah Löffler als Flötensolistinnen entlockten den Instrumenten zarte Töne, während aus der Kapelle auch einmal ein "Trommelwirbel" einfloss.

Mit "Lord Tullamore" von Carl Wittrock, folgte ein Stück mit technisch anspruchsvollen und strahlenden Passagen als auch gefühlvollen und ruhigen Momenten. Tullamore ist ein Dorf in der Republik Irland, dem Land, das stets an wunderschöne Landschaften, Folk Music und gut gereiften Whiskey denken lässt.

Bevor man mit dem Teil zwei des Programms fortfuhr gab es noch eine besondere Ehrung. Manfred Hermann Mitglied in der Trachtenkapelle St. Märgen seit dem Jahre 1982 wurde zum Ehrenvorstand ernannt (wir berichten noch).

Mit dem Medley aus "James Bond 007", arrangiert von Johan de Meij, wurde Action vom Feinsten geboten. Erinnerungen an die bekannten James Bond Filme Dr. No, Goldfinger und andere wurden dabei wach.