Wechselspiel von Chor, Bläser und Zither

Erich Krieger

Von Erich Krieger

Di, 20. Dezember 2016

St. Märgen

Männergesangverein und Landfrauenchor St. Märgen konzertieren gemeinsam in der Pfarrkirche.

ST. MÄRGEN. Bernhard Kirner vom Vorstand des Männergesangvereins St. Märgen begrüßte die Besucher am vierten Adventssonntag in der St. Märgener Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt zum gemeinsamen Konzertabend von Landfrauenchor und Männergesangverein mit dem Wunsch, es möge in die hektische Zeit der Weihnachtsvorbereitungen "ein Stück Besinnlichkeit" bringen.

Mit einem zweistimmig gesetzten Hirtenruf eröffneten, die als Gäste mitwirkenden Flügelhornbläser Achim Stöhr und Clemens Beha, das mit "Dorfweihnacht" überschriebene Konzert. Von der Empore strömten warme Horntöne über die vollbesetzten Bankreihen des Kirchenraumes.

Die ersten beiden Lieder des Männergesangvereins "O Heiland reiß die Himmel auf" und "Ehre sei Gott in der Höhe" in komplexeren Chorfassungen brachten unter der Leitung von Christian Nagel eher Bekanntes, wie auch "Macht hoch die Tür" und "O Freude über Freude" des nachfolgenden, von Waltraut Schüle geleiteten Frauenchors. Zwischen beiden Chören präsentierte der ebenfalls als Gast eingeladene Peter Knöpfle mit "Heiligste Nacht" eine anrührende Zithermelodie. Nach einem weiteren Bläserruf vereinten sich die beiden Ensembles zum gemischten Chor und intonierten die Kirchenlieder "Morgenstern der finstern Nacht" und "Ein Licht in dir geborgen" und bewiesen, am Klavier von Christian Nagel begleitet, dass sie auch wunderbar gemeinsam harmonieren.

Eine von russischer Seele gespeiste Melodie

Nach einer Zitherversion des allseits bekannten "Heidschi Bumbeidschi" setzte der Männergesangverein mit dem von Dmitri Stepanowitsch Bortnjanski in Musik gesetzten russischen Gebetstext "Tebje pajom" ein Ausrufezeichen. Die mit viel russischer Seele gespeiste Melodie meisterten die St. Märgener Sänger ebenso wie die fremde Sprache.

In diesem lebendigen Wechselspiel von Chorgesang, Bläsersätzen und Zithermelodien verlief auch das weitere Programm. Eine Ausnahme bildete der Kanon "Meine Seele erhebt den Herren". Christian Nagel schaffte es recht schnell, die nicht ganz leicht zu singende Melodie mit den Besuchern einzuüben und der Kanon erklang dann im versetzten Gesang der drei Parteien Landfrauenchor, Männergesangverein und Publikum durchaus annehmbar.

Nach weiteren weniger bekannten adventlichen Liedern, der sich abwechselnden Chöre und einem beschwingten, dem Titel "Laufet ihr Hirten" gemäßen Bläserchoral, formierten sich wieder beide Chöre gemeinsam zum Finale mit dem Festgesang "O Heil`ge Nacht". Mit dem von allen zusammen gesungenen "Es ist ein Ros entsprungen" endete der beschauliche Spätnachmittag, der den eingangs geäußerten Wunsch von Bernhard Kirner erfüllt hat.