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27. Mai 2010

Zwei Männerchöre setzen Akzente

Jahreskonzert des Männergesangvereins St. Märgen mit der Chorgemeinschaft Titisee-Jostal / Stephan Rauber dirigiert beide Chöre.

  1. MGV St. Märgen und Dirigent Stephan Rauber beim Jahreskonzert 2010 am Pfingstsonntag in der Schwarzwaldhalle in St. Märgen Foto: Edeltraud Blume

ST. MÄRGEN. Viele Freunde des Chorgesangs besuchten am Pfingstsonntag trotz des schönen Wetters in der Schwarzwaldhalle das Jahreskonzert des Männergesangvereins St. Märgen. Der Chor unter der Leitung von Dirigent Stephan Rauber, der die Sänger auch am Klavier begleitete, gab ein eindrucksvolles Doppelkonzert. Gastchor war die Chorgemeinschaft Titisee-Jostal.

"Wenn nicht jetzt, wann dann...", ein Erfolgshit der Kölner Gruppe "de Höhner" zur Handball-WM entstanden, wählten die Sänger zum Motto ihres Konzerts. Durch das Programm führte Markus Mark nachdem Vorsitzender Bernhard Kirner die Besucher begrüßt hatte.

Die Zuhörer erlebten einen kurzweiligen Abend mit zwei Stunden exzellentem Gesang teils a-capella dargeboten, teils mit Klavierbegleitung.

Unterstützung holten sich die St. Märgener Sangesbrüder bei den Sängern der Chorgemeinschaft Titisee-Jostal, deren Leitung Stephan Rauber seit Juni 2009 ebenfalls inne hat.

Im ersten Teil klangen aus 25 Kehlen des Männergesangvereins St. Märgen Lieder über die Liebe, das Meer und den Wein. Nach dem Auftaktlied "In des Mondes Schimmer" folgte mit "Wenn es Tag wird in den Bergen" eine Volksweise aus Serbien. Flott, rhythmisch und leicht erklangen dalmatinischen Volksweisen.

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Mit der russischen Volksweise "Hej, was soll's" (arrangiert von Otto Groll) wurde witzig besungen wie das Leben eben so spielt. Man stellt sich vor wie es kommen wird, und dann kommt alles anders. Anschließend erklangen "O mia bella Napoli" und "Nicolo, Nicolo, Nicolino" arrangiert von W. Trapp.

Mit den Worten: "Die Liebe und die Freude und das Singen, ohne das wäre das Leben nicht zu leben", kündigte Markus Mark die 35 Sänger der Chorgemeinschaft Titisee-Jostal an. Als erstes erklang ein Liederzyklus über Wein und Gesang. Der Matrosenchor aus der Oper "Der fliegende Holländer" von Richard Wagner beendete den ersten Konzertteil.

Chorgemeinschaft Titisee-Jostal entführt Besucher nach Italien

Im zweiten Teil entführte die Chorgemeinschaft Titisee-Jostal die Gäste mit "La Bella Rosa" von Italien nach Deutschland, um mit Onkel Theobald und Tante Paula gemütlich "Im Auto über Land" zu fahren. "Hab ein Lächeln auf den Lippen, gönn dir heut' ein bisschen Ruh..." verkündete der Männergesangsverein St. Märgen a-capella. Temperamentvoll erklangen, "Ich will betteln, ich will stehlen, damit du glücklich bist..." .

Den krönenden Abschluss des Konzerts bildete der gemeinsame Auftritt beider Chöre zu einem stimmgewaltigen Gesamtchor. Kraftvoll und einfühlsam erklang aus 60 Kehlen "Freunde lasst uns trinken" von Reinhard Mey. Danach entführten die Sänger die Zuhörer in die tiroler Bergwelt. In luftige Höhen nahmen die Sänger zum Abschluss alle mit beim "Fliegermarsch". Das Publikum war begeistert und geizte nicht mit Beifall. Mit donnerndem Applaus forderte es nach Zugaben. Mit dem lustigen Musikstück "Lieber Wein statt Wasser" in dem der alte Noah in seiner Arche den lieben Gott um Wein bat, statt Wasser, denn das hatte er bereits genug, ging ein kurzweiliges und niveauvolles Jahreskonzert des Männergesangvereins St. Märgen zu Ende. Stephan Rauber und seinen Akteuren aus beiden Chören war es wieder gelungen mit einem anspruchsvollen Liedgut besondere Akzente zu setzen.

Autor: Edeltraud Blume