Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

05. Januar 2012

Bürgerentscheid und neuer Pfarrer

Rückblick beim Neujahrsempfang in St. Peter auf ein ereignisreiches 2011 / Dank für das ehrenamtliche Engagement im Dorf.

  1. In Tracht empfingen Bürgermeister Rudolf Schuler und Ehefrau Petra die Gäste beim Neujahrsempfang in St. Peter, hier im Gespräch mit Arno Zahlauer, dem Direktor des Geistlichen Zentrums. Foto: Wolfgang Grosholz

ST. PETER. Neujahrsempfänge haben in St. Peter eine jahrhundertealte Tradition. In früheren Zeiten wünschten sich am Neujahrstag in der damaligen Klostergemeinde Repräsentanten der Kirche und der weltlichen Obrigkeit ein gutes neues Jahr. Im Laufe der Zeit hat sich das geändert. Bürgerinnen und Bürger wurden zum Empfang eingeladen und heute ist der Neujahrsempfang eine frohgestimmte Begegnung.

So war es auch am ersten Tag des Jahres 2012, als der Hausherr im Geistlichen Zentrum, Direktor Arno Zahlauer, im Fürstensaal zahlreiche Bürger und auch auswärtige Gäste begrüßte. Gerne, wenn zunächst vielleicht auch überrascht, nahmen sie die Einladung an, ein Glas in die Hand zu nehmen, auf das neue Jahr anzustoßen.

Das Doppelquartett des Männergesangvereins unter Leitung von Hubert Schuler stimmte auf den weiteren Festverlauf ein. Bürgermeister Rudolf Schuler entbot allen Gästen ein herzliches Willkommen und dankte für ihr Interesse an der Gemeinde. Ein besonderer Gruß galt dem Generalinspekteur a.D. der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhahn, der schon seit Jahren keinen Neujahrsempfang in St. Peter versäumt.

Werbung


Der chronisch kranke Patient "Kommunalfinanzen" mache es kleinen Gemeinden nicht leicht, über die Pflichtaufgaben hinaus noch freiwillige, aber dringend notwendige und für die Wettbewerbsfähigkeit wichtige Aufgaben zu erfüllen. Dennoch habe man 2011 viele gute Dinge auf den Weg bringen können. Schuler nannte dafür eine ganze Reihe von Beispielen. Zu den wesentlichen Standortqualitäten einer Gemeinde zählten heute eine gute Kinderbetreuung. Aus diesem Grund wurden weitere Kindergartenplätze für unter Dreijährige geschaffen. Dazu gehörten Räumlichkeiten für die "kleinen Wölfe" im Wolfweg.

Bei der Pfarrgemeinde bedankte sich Schuler für die Unterstützung bei dieser gesellschaftlichen Aufgabe. Im Frühjahr sei die "Zukunftswerkstatt St. Peter" ins Leben gerufen worden. An dieser Stelle dankte Schuler Hans-Peter Mey, der sich als Ansprechpartner einbringt. Als Meilenstein guter Zusammenarbeit und des ehrenamtlichen Engagements bezeichnete Schuler den Spielplatz am Badweiher. Auch die Möglichkeit, die Sportplätze am Badweiher, wie bisher, nutzen zu können, sei gesichert.

Zum ersten Mal in der Geschichte von St. Peter habe im Oktober ein Bürgerentscheid stattgefunden. Er sei froh, dass mit der Abstimmung eine so deutliche Entscheidung erzielt wurde und hoffe, dass diese auch von allen akzeptiert werde.

Eine wichtige Information gab es für die Freunde des Vereins Zähringer Museum, das schon in Kürze mit einem beachtlichen Zuschuss für ein "Zähringer Haus" zu rechnen ist.

Als gute Nachricht bezeichnete der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Markus Bohnert, den Pfarrerwechsel. Zur großen Freude des Pfarrgemeinderats sei der bisherige Interimspfarrer Stefan Meisert mit den Aufgaben des Pfarrers für die Seelsorgeeinheit St. Märgen/St. Peter betraut worden. Froh sei man darüber, dass Diözesanjugendpfarrer Jürgen Schindler seinen Wohnsitz im Kloster St. Peter eingerichtet hat. Vom 9. Januar bis 20. März wird Pfarrer Stefan Meisert im Kloster Beuron seine Doktorarbeit fertigstellen. Für seine Vertretung sei vorgesorgt.

2011 habe man viele Probleme zufriedenstellend lösen können, doch in Zukunft stehe man vor weiteren Herausforderungen. Eine Begutachtung der beiden Orgeln in der Barockkirche habe ergeben, dass diese generalüberholt werden müssen. Für die Pfarrei bedeute dies eine hohe Kostenbeteiligung.

Pfarrer Meisert dankte allen, die ihre Türen für die Aufgaben der Kirchengemeinde geöffnet haben "und mit uns auch in Zukunft nach vorn blicken". Dank kam auch von der Evangelischen Versöhnungsgemeinde Stegen an die Katholische Pfarrgemeinde St. Peter für die Unterstützung bei der Wahrnehmung aller kirchlichen Aufgaben. Sie bewähre sich nun schon seit vielen Jahren, sagte Sabine Mühlhaupt in Vertretung von Pfarrer Jörg Wegner.

Zum Abschluss des Neujahrsempfangs kam eine Gruppe von Sternsingern in den Fürstensaal. Mit Spenden und guten Wünschen wurden die Sternsinger auf oft lange Wege geschickt.

Autor: Wolfgang Grosholz