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31. Dezember 2011
Mit blauem Auge davongekommen
Gemeinderat St. Peter befasst sich mit Jahresrechnung 2010 / Baugebiet Soldatenkapelle bringt keine Grundstückserlöse.
ST. PETER. Die Gemeinde St. Peter hat im zu Ende gehenden Jahr einen strengen Sparkurs gefahren, was sich auf die Infrastruktur ausgewirkt habe. Darauf wies Bürgermeister Rudolf Schuler bei der Beratung über die Jahresrechnung 2010 im Gemeinderat hin. "Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen," sagte er. Wenn die Einnahmen zurückgehen, gleichzeitig aber die Anforderungen wachsen, könne das nicht ohne Auswirkungen auf den Haushalt und die allgemeine Finanzsituation der Gemeinde bleiben.
Die Haushaltsrechnung für das Jahr 2010 konnte nur durch die Erstellung eines sogenannten Fehlbetrages im Vermögenshaushalt ausgeglichen werden. Die geplante Zuführung vom Vermögens- an den Verwaltungshaushalt musste nicht vollzogen werden. Der Vermögenshaushalt ist entweder unter anderem über die Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt, Veränderung des Anlagevermögens oder aus Rücklagen auszugleichen. Weiterhin stehen Mittel aus der Aufnahme von Krediten zur Verfügung. Letzte Möglichkeit ist die Ausweisung eines Fehlbetrages im Vermögenshaushalt.Werbung
Im Ergebnis hat sich die Jahresrechnung 2010 gegenüber dem Ansatz aus der Planung um 12,75 Prozent vermindert. So war, im Rückblick gesehen, 2010 für St. Peter finanzpolitisch nicht gerade ein gutes Jahr.
Nach der Schuldenübersicht liegt die Gemeinde St. Peter mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 239,42 Euro ohne Berücksichtigung der Eigenbetriebe unter dem Landesdurchschnitt von 500 Euro pro Einwohner bei einer vergleichbaren Gemeindegröße. In der Summe (Kämmerei und Eigenbetrieb) liegt St. Peter mit 789,71 Euro pro Einwohner über dem Landesdurchschnitt von 654 Euro. Seit 2010 werden die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung als Eigenbetriebe geführt.
Erfreulich haben sich die Personalausgaben entwickelt, die von 2009 auf 2010 um 40 000 Euro zurückgeführt werden konnten, obwohl die Aufgaben kaum weniger wurden. Das sei auf eine gute und umsichtige Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückzuführen. Der Rückgang der Personalkosten stellte sich nach einem stetigen Anstieg in den letzten Jahren ein.
Im Bereich des sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwandes konnten gegenüber dem Ansatz ebenfalls Mittel eingespart werden. Einsparungen entfielen auch bei Gebäuden (allgemeines Grundvermögen) sowie im Tourismus. Mehraufwendungen gab es bei der Straßensanierung. Im Rahmen der laufenden Unterhaltung mussten insbesondere Gemeindeverbindungsstraßen ausgebessert werden. In den Ausgaben sind die Aufwendungen für die interkommunale Zusammenarbeit mit der Gemeinde Buchenbach enthalten. Diese Arbeiten umfassen das Rechnungsamt und die Unterstützung im Bereich der Kasse sowie das Personalwesen.
Martin Ziegler von der Gemeinde Buchenbach, der das Rechnungsamt in St. Peter leitet, nahm an der Beratung über die Jahresrechnung 2010 teil und stand für Auskünfte zur Verfügung. Friederike Seufert (FWG) regte an, der Bevölkerung klar zu machen, unter welch schwierigen Bedingungen die Gemeinde arbeite. Dem Beschlussvorschlag der Verwaltung an den Gemeinderat stimmte dieser zu.
Der Verwaltungshaushalt wird mit 4 620 660 Euro festgestellt. Der Vermögenshaushalt ist mit 357 721 Euro ausgewiesen. Die Aausgabereste sind mit 106 500 Euro ausgewiesen, die Summe der Eeinnahmereste beträgt 27 500 Euro.
Autor: Wolfgang Grosholz
