Schauen, informieren und mitmachen

Christian Ringwald

Von Christian Ringwald

Di, 07. Juni 2016

St. Peter

Bei der Leistungsschau des Gewerbevereins St. Peter demonstrierten Handel, Gastronomie und Dienstleister am Wochenende ihr Können und ihre Vielseitigkeit.

ST. PETER. Im Mittelpunkt von St. Peter steht das Kloster beziehungsweise die mächtige einst von Peter Thumb erbaute Kirche. St. Peter hat gleichwohl viel mehr zu bieten – das zeigte einmal mehr die dritte Leistungsschau. Hunderte zog es am Wochenende ins Gewerbegebiet "Unter dem Jörgle", wo sich Handel, Gastronomie und Dienstleister des Klosterdorfs präsentierten. Organisiert wurde die Schau vom örtlichen Gewerbeverein, der dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen begeht.

Wie in der gesamten Region war das Wetter am Wochenende auch in St. Peter durchwachsen, gleichwohl zeigte sich Clemens Rohrer vom Gewerbeverein am Sonntagnachmittag recht zufrieden. "Über den Mittag", wie auch am Samstag, sei es "richtig gut" gewesen. Pünktlich zur Eröffnung kam nicht nur Landrätin Dorothea Störr-Ritter in das Klosterdorf, sondern auch die Sonne strahlte. Gemeinsam mit Bürgermeister Rudolf Schuler und den Verantwortlichen des Gewerbevereins eröffnete die Landrätin die Gewerbeschau und machte sich bei einem Rundgang ein Bild von der Vielfalt und Leistungsstärke der örtlichen Wirtschaft.

Mehr als 30 Aussteller – von örtlichen Autohäusern über die Bürgerenergie bis zur Raiffeisen-Zentralgenossenschaft – präsentierten sich. An einigen Stellen war Mitmachen angesagt: In der Zimmerei Felix Weber konnten Besucher einen Werkzeugkasten zusammenbauen und mit nach Hause nehmen. In der Zimmerei Gremmelspacher konnten die vornehmlich kleineren Besucher an einer Kletterwand hoch hinauf. Land- und Forstwirtschaft spielt in der Gemeinde eine bedeutende Rolle, so waren auch einige land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge zu sehen. Geplant war ein Bulldog-Parcours, der fiel allerdings dem Wetter – oder besser gesagt: dem Schlamm – zum Opfer.

Ein wenig improvisieren mussten die Verantwortlichen in Sachen Parkplätze: In der vorgesehen Wiese wären die Fahrzeuge versunken. Zu den Milchtagen in Stegen war eh ein Pendelbus eingerichtet, und der brachte die Besucher auch zu den Parkplätzen sowie in den Ort.

In Ruf’s Holzofen-Bäckerei wurde gebacken und die duftenden Köstlichkeiten vor Ort angeboten. Die Gemeinschaft der St. Petermer Gastronomen hatte mit den Landfrauen und der DLRG die Bewirtung übernommen, entsprechend hochwertig war das Speiseangebot: Hirschragout, Schweinefilet mit Champignonrahmsauce und Maispoulardenbrust, um nur einige Höhepunkte zu nennen. Blumen gab es auch auch: gleich am Eingang am Stand der ZG Raiffeisen Sonnenblumen und in der Blechnerei von Johannes Schwär Rosen. Letztere waren allerdings aus Kupfer und wurden in Handarbeit von Auszubildenden gefertigt. Indes zeigte Chef Johannes Schwär, wie Bleche an der Abkantbank bearbeitet oder umgeformt werden.

Mitmachen hieß es beim Bauunternehmen Weber: Die Besucher durften im großen Abbruchbagger Platz nehmen und den Koloss selbst steuern. Im Feuerwehrgerätehaus präsentierte sich die Gemeinde; Bürgermeister Schuler zeigte an Plänen die aktuellen und geplanten Baugebiete, selbst von der Friedhofserweiterung hatte er Pläne dabei.

Umfangreich war auch das Rahmenprogramm: Gottfried Rohrer und Volker Gäng boten historische Dorfrundgänge an, Markus Bohnert führte durch die Heizzentrale der Bürgerenergie und informierte dabei nicht nur über die aktuellen Ausbauarbeiten. "Ich backe eine Schwarzwälder Kirschtorte", hieß es im Haus der Gemeinschaft mit Theresia Respondeck. Manche oder wahrscheinlich sogar viele Firmen und Dienstleister sind in St. Peter und sogar in der gesamten Region bestens bekannt, am Wochenende zeigten sich aber auch Betriebe, die nicht so im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Sandra und Andreas Schwormstädt von "Bouquet Garni" präsentierten beispielsweise leckere Desserts und Salate mit teils exotischem Touch sowie eine Auswahl ihrer Chutneys nach südafrikanischen Rezepten.

Zur Kaffeezeit gingen zwar immer wieder Regenschauer über St. Peter nieder, gleichwohl zogen die beiden Hauptorganisatoren Clemens Rohrer und Ralph Hettich eine durchaus positive Bilanz über die dritte St. Petemer Leistungsschau. Derweil zeigte draußen vor dem Aktionszelt die Linedance-Gruppe "Black Forest" aus St. Peter ihr Können. Linedance ist zwar kein traditioneller Hochschwarzwälder Trachtentanz. Wie der Name sagt, kommt die Formation aber aus dem Schwarzwald und Tracht tragen sie auch, allerdings eine aus dem Wilden Westen.

Mehr Fotos von der Leistungsschau: http://www.badische-zeitung.de