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05. Februar 2010
Wettschwimmen mit Hindernissen
Die DLRG St. Peter konnte sich beim Colmar Cup gegen zahlreiche Mannschaften aus verschiedenen Ländern behaupten.
ST. PETER. Die Wettkampfgruppe der DLRG St. Peter, die schon manchen Sieg in überregionalen Begegnungen errungen hat, beteiligte sich am Colmar Cup, einem International Lifesaving Meeting, und erziele wieder einige schöne Erfolge. Über die Erlebnisse der St. Petermer Rettungsschiwimmer berichtet Johannes Weber.
Ein langer Pfiff. "On the marks”. Ein kurzer Pfiff. Die ersten sechs Sportler springen von den Startblöcken. Ein kurzer Moment Ruhe. Dann brechen die Schwimmer durch die Wasseroberfläche, die Zuschauer schreien und feuern die Schwimmer im Wasser an.Man versteht manches nicht, was gerufen wird, denn es ist ein buntes Gemisch von vielen verschiedenen Sprachen. Man kann viel Französisch verstehen. Kein Wunder. Wir befinden uns in Colmar, Frankreich. Dort findet das International Lifesaving Meeting statt. Es sind viele Teams aus verschiedenen Ländern da. Spanien, Niederlande, Polen, Belgien, Schweiz, Deutschland und Frankreich. Es ist ein Freundschaftswettkampf mit sehr guten und professionellen Schwimmern. Die Deutsche Jugend-Nationalmannschaft im Rettungsschwimmen ist auch vor Ort. Die DLRG St. Peter hat acht Schwimmer dabei. Eine männliche Mannschaft bestehend aus Lucien Böing, Roberto Fillbrandt, Stefan Schwär und Jan Weber. Die weibliche aus Hannah Bügener, Alexandra Engler, Marina Fillbrandt und Anna Weber. Als zuverlässige Betreuer und Fahrer sind dabei Florian Hog und Johannes Weber.
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Der Colmar Cup beginnt schon um 7 Uhr, also müssen wir aus St. Peter schon um 5.30 Uhr aufstehen. Nach dem Einschwimmen kommt die Parade. Jedes Team bekommt zum Einlaufen ein Schild mit Nationalitäten-Flagge und dem Ortsnamen. Damit läuft man einmal um das 25 Meter lange Schwimmbecken. Wenn als letztes auch der Gastgeber Colmar eingelaufen ist, gibt es eine große Laola-Welle um das Becken herum. Die gute Stimmung hält den ganzen Tag an.
Bei dieser Veranstaltung gibt es Einzel- und Mannschaftswettkämpfe. Bei den Einzelwettkämpfen kann man bis zu fünf verschiedene Disziplinen schwimmen. Da wir beim Rettungsschwimmen sind, darf auch der Rettungsgedanke nicht fehlen, also versucht man Situationen nachzustellen. Dafür simuliert man zum Beispiel mit einer mit Wasser gefüllten Puppe einen Menschen in Not, diese muss nun 50 bis 100 Meter weit gezogen werden, je nachdem ob mit oder ohne Flossen geschwommen wird.
Bei den Mannschaftswettbewerben wird die Puppe nacheinander an vier Mannschaftsmitglieder übergegeben. Beim Hindernisschwimmen taucht man, auf der 200 Meter-Strecke achtmal unter einem 70 Zentimeter tiefen Hindernis durch. Nachdem einige Schwimmer bis zu sieben Starts an diesem Tag haben, gehen sie am Abend dementsprechend müde zur Siegerehrung. Da wir aber in Frankreich sind, darf das gute Essen nach der Siegerehrung natürlich nicht fehlen.
Bei diesem International sehr starken Teilnehmerfeld konnte die Herrenmannschaft von St. Peter einen 10. Platz belegen und war damit nur 11 Punkte hinter dem Jugendnationalteam aus Deutschland.
Die Damenmannschaft erschwamm einen 7. Platz, auf den sie sehr stolz sein können. Dieser Freundschaftswettkampf diente der DLRG Ortsgruppe St. Peter als Vorbereitung für die Bezirksmeisterschaften, die am 13./14. März in Freiamt stattfinden werden.
Autor: bz
