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02. Juli 2012

Stadt Endingen verpflichtet sich zu Nachhaltigkeit

Gemeinderat verabschiedet einstimmig das Leitbild Energie / Schwarz: Jeder einzelne Bürger soll prüfen, was er tun kann.

ENDINGEN. Die Stadt Endingen verpflichtet sich zu nachhaltigem Denken und Handeln, um angesichts des fortschreitenden Klimawandels und der Endlichkeit fossiler Energieträger auch nachfolgenden Generationen ein lebenswertes Umfeld übergeben zu können. Das ist im Leitbild Energie dokumentiert. Der Gemeinderat beschloss das vom Bürgerarbeitskreis Energie erarbeitete Leitbild am Mittwoch einstimmig.

Beim Ausbau erneuerbarer Energien unterstützt die Stadt die Zielvorgabe des Landkreises, wonach 100 Prozent Strom und Wärme bis zum Jahr 2030 aus erneuerbaren Energien kommen sollen. Außerdem soll die Bildung von Energiegesellschaften in Bürgerhand gefördert werden. Durch Aufklärung, entsprechende planerische Vorgaben und Sanierungsanreize soll auch klimaneutrales Bauen und Wohnen gefördert werden. Wesentliche Bausteine des Leitbildes sind auch Energiesparen und die Förderung umweltschonender Verkehrskonzepte – vom öffentlichen Nahverkehr über den geplanten Bürgerbus bis hin zu E-Mobilität und Car-Sharing.

Die Stadt habe sich klar zum energiepolitischen Umsteuern bekannt, betonte Marco Meyer (CDU). Das Leitbild sei ein guter roter Faden für die weitere Arbeit. Karlheinz Albrecht (EBG) berichtete von kontroversen Debatten in der Fraktion, nicht über die Zustimmung zum Leitbild, sondern über die Zukunftsaufgaben. Vieles davon werde schwer umzusetzen sein, aber man wolle und werde alles dafür tun. Umdenken und das eigene Handeln zu ändern sei nie einfach, erklärte Rainer Ordegel (Die Unabhängigen) und Heide Thoma (SPD) war sich sicher, dass die Umsetzung der Klimaschutzziele sowohl den Bürgerarbeitskreis, als auch den Gemeinderat noch oft beschäftigen werde. Nicht nur diese beiden Gremien seien gefordert, ergänzte Bürgermeister Hans-Joachim Schwarz. Jeder einzelne Bürger müsse prüfen, wo er persönlich anfangen könne, zu dem Prozess beizutragen. Der Dank aller Fraktionen im Gemeinderat galt dem Arbeitskreis um Achim Lott für die Ausarbeitung des Leitbildentwurfs.

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Autor: Martin Wendel