Wehr

Stahlnagel in Discounter-Apfel gefunden – Veterinäramt ermittelt

Jannik Jürgens

Von Jannik Jürgens

Mi, 05. September 2018 um 10:07 Uhr

Bad Säckingen

Eine Familie hat in einem Apfel aus einem Discounter in Bad Säckingen einen Nagel gefunden. Das Veterinäramt des Landkreises Waldshut geht dem Fall jetzt nach – die Polizei nicht.

Eine böse Überraschung hat eine Familie aus Öflingen am Wochenende erlebt: In einem Apfel, den sie am Freitag bei einem Lebensmitteldiscounter in Bad Säckingen gekauft hatte, versteckte sich ein etwa fünf Zentimeter langer, verzinkter Stahlnagel. Der 35-jährige Familienvater ging am Montagabend zur Polizei und gab den Fund zu Protokoll. Doch die Polizei ist nicht zuständig, wie Pressesprecher Matthias Albicker bestätigte. Jetzt geht das Veterinäramt des Landkreises Waldshut dem Fall nach.

Den Nagel entdeckte der 35-jährige Öflinger, als er den Apfel für seinen Sohn durchschnitt. "Wir hatten ganz schönes Glück, denn da hätte durchaus etwas passieren können", sagt er. Von außen sei der Nagel nicht sichtbar gewesen, jemand muss ihn durch die Blüte in das Kerngehäuse gesteckt haben. Der 35-Jährige geht davon aus, dass das mit voller Absicht geschah: "Über die Gründe kann ich nur spekulieren, aber der Apfel ist sicher nicht so gewachsen." Außerdem seien an dem Nagel nur leichte Rostspuren zu erkennen.

Der Apfel kommt aus Deutschland

Das könne darauf hindeuten, dass der Nagel erst seit wenigen Tagen im Apfel steckte. In einer Facebook-Gruppe, wo der Mann die Bilder des Apfels zuerst hoch lud, wurde gemutmaßt, ob sich der Nagel nicht gegen Tiere richte, da diese Äpfel meist ganz essen würden.

Gekauft hat die Familie den Apfel laut eigener Aussage am Freitag in einem Lebensmitteldiscounter in Bad Säckingen. Der Apfel der Sorte Elstar war nicht verpackt, sondern lose in der Auslage. Als Ursprungsland war Deutschland angegeben.

Am Montagabend meldete der Familienvater den Fund in der Filiale des Discounters in Bad Säckingen. Eine Mitarbeiterin sicherte die Fotos und versprach, sie an die Filialleitung weiterzugeben. Auf eine Anfrage der Badischen Zeitung antwortete der Discounter bis zum Redaktionsschluss der heutigen Ausgabe nicht. Danach ging der Mann zur Polizei in Bad Säckingen.

Die Beamten fertigten einen Bericht an und leiteten die Informationen ans Landratsamt Waldshut weiter. "Die Polizei ist in diesem Fall nicht zuständig, da niemand zu Schaden gekommen ist und wir auch von keiner Erpressung wissen", sagte Polizeisprecher Matthias Albicker. Beim Landratsamt ist das Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung zuständig. Pressesprecher Michael Swientek bestätigt: "Unser Veterinäramt nimmt sich der Sache an." Näheres konnte der Pressesprecher am Dienstag noch nicht bekannt geben.