Staufen will 2016 dabei sein

Susanne Müller

Von Susanne Müller

Sa, 22. August 2015

Staufen

Antrag für Aufnahme ins Stadterneuerungsprogramm soll bis 1. Oktober gestellt werden.

STAUFEN. Bis zum 1. Oktober muss Staufen den Antrag zur Aufnahme in das Stadterneuerungsprogramm gestellt haben, will es im kommenden Jahr mit dabei sein. In dem Programm winken Förderungen bis zu 60 Prozent für Projekte zur Aufwertung des Stadtbildes.

Der Gemeinderat erteilte der Verwaltung nach vorangegangener Klausurtagung und Bürgerwerkstatt sowie Einarbeitung der Resultate in das zukunftsträchtige Werk nun das "Go", wie Bürgermeister Michael Benitz es formulierte – also den Auftrag zur Vorbereitung des Antrages sowie dessen Präsentation am 16. September im Bauausschuss, um diesen dann rechtzeitig in Freiburg einreichen zu können.

Dieses Vorgehen ist Rüdiger Kunst, Geschäftsführer des Fachbüros Kunst Kommunalkonzept, zufolge für den Stadtrat insofern risikofrei, als das geplante Sanierungsgebiet später noch modifiziert werden kann. "Hauptsache reinkommen", so Kunst. Enthalten ist im Stadtentwicklungsprogramm unter dem Arbeitstitel "Kursbuch Staufen 2030", ein 13 Millionen Euro schweres Investitionspaket mit einem förderfähigen Volumen von rund 8,7 Millionen Euro. Dabei gibt es die Mittel von Bund und Land für einen Zeitraum von rund acht bis zehn Jahren, in denen sich das Staufener Stadtbild bei einem Eigenanteil von derzeit geplanten rund 6,3 Millionen Euro (circa 40 Prozent der Gesamtsumme) grundlegend verändern könnte – all dies nicht zuletzt im Kontext mit dem Bau der Umfahrung sowie der Verkehrsentwicklungspläne.

Eine der neuen Perspektiven eröffnet sich der Stadt durch die Entwicklung im Hause Schladerer, das Produktionsgelände reduzieren will. Hier plant die Stadt einen Flächenankauf von rund 5 000 Quadratmetern. Dort könnten ein innenstadtnahes Hotel, eine Akademie, Veranstaltungsräume oder auch eine Reservefläche für einen Verwaltungstrakt, der als Rathausersatz genutzt werden kann, entstehen. Auch die beiden Schladerer-Plätze und der Bonneville-Platz liegen innerhalb des Sanierungsgeländes. Weiter reicht das Gebiet vom Schladerer-Areal über den Bereich Kapuzinerhof und bis zum Keramikmuseum. Die Sanierung und Erweiterung des Kapuzinerhofes, für die es, so wie beim Keramikmuseum auch, hohe Fördermittel (bei einem Förderansatz von 85 Prozent) aus dem Denkmalschutz gibt, soll der Jugend zugutekommen, sowie den Vereinen und sonstigen Organisationen. Möglicherweise komme hier auch die aktuell im Schulzentrum bei akuter Raumnot angesiedelte Mediathek unter.

Und schließlich ist neben dem Gewaltakt Rückbau der L 123 nach der Verlagerung des Verkehrs auf die Umfahrung auch noch an die Sanierung der DeckerBrücke und der Anna-Brücke sowie den Abriss des Fichtner-Stegs gedacht.