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16. März 2010
Dämmung lässt sich mit Denkmalschutz vereinbaren
Step, das Staufener Energie-Podium, bot konkrete Informationen zur energetischen Sanierung auch alter Häuser.
STAUFEN. Der Winter will nicht enden. Fein raus sind die, die ihr Haus eingepackt haben. Alles über Wärmedämmung und regenerative Energien gab es am Sonntag im Gewerbegebiet Gaisgraben zu erfahren. Step, das Staufener Energie-Podium, fand zum zweiten Mal in den Räumen der Zimmerei Steiger und Riesterer statt.
Zimmermann Raphael Riesterer, Ingenieur Thomas Wiesler und Bausachverständiger Markus Glatter, Veranstalter von Step, waren auch zuvor schon auf der Messe "Gebäude, Energie, Technik" in Freiburg präsent. "Wir wollten das Wissen um die energetische Sanierung von Häusern aber gerne lokalisieren, ganz nach dem Motto: global denken, lokal handeln", sagte Glatter. So entstand die Idee zu dem Podium, das zum ersten Mal im Herbst 2008 in Staufen stattfand.
Seinerzeit gab es aber nur Vorträge zu hören. Dieses Mal war das Teilnehmerfeld größer: Handwerker, Architekten, Planer, Energieberater und lokale Banken informierten die Besucher und gaben ihnen Informationen aus einer Hand.
Was der Markt inzwischen an Dämmstoffen anbietet, ist enorm. Und auch die staatlichen Förderprogramme, Zuschüsse und Finanzierungsmöglichkeiten sind kaum noch überschaubar.
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Vorträge gab es auch bei der zweiten Auflage von Step. Axel Weinreich erläuterte die Ziele, die sich der Arbeitskreis Klimaschutz Staufen gestellt hat – die Halbierung der kommunalen Kohlendioxid-Emissionen bis zum Jahr 2020. Roger Hartwig von der Sparkasse Staufen-Breisach gab einen Überblick über die Möglichkeiten, energetische Modernisierungen von Häusern und Eigentumswohnungen zu finanzieren, insbesondere ging es um die Programme der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau. Ein Vortrag zeigte auf, dass auch Häuser gedämmt werden können, die, wie in Staufen häufig der Fall, unter Denkmalschutz stehen. Weitere Themen waren das korrekte Lüften und das richtige Vorgehen bei der Installation einer Photovoltaikanlage.
In Baden-Württemberg stehen mehr als zwei Millionen Wohnhäuser, 70 Prozent davon wurden in den 1970er Jahren gebaut, als Energie noch billig war. Wer sie dämmt und mit Solaranlagen oder Pelletsheizungen versieht, spart nicht nur Heizkosten ein, sondern steigert auch den Wert der Immobilie. Davon versuchte das Staufener Energieforum die Besucher zu überzeugen.
Auch der Arbeitskreis familienfreundliches Staufen war bei Step präsent. Der Erlös aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen kommt einkommensschwachen Eltern zugute, damit es ihren Kindern möglich ist, in der Mensa der Grundschule zu Mittag zu essen. Als Showprogramm gab es "energiegeladene" Akrobatik zu sehen, dargeboten von den Clowns "Alex und Joschi".
Autor: Hans Christof Wagner
