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15. Juli 2014

Kinder- und Jugendzirkus Faustino

Drachen und Kobolde in der Fauststadt

Der Kinder- und Jugendzirkus Faustino in Staufen / Beinahe wäre der Auftritt ins Wasser gefallen.

  1. Junge Akrobaten zeigten am Stadtsee ihre Künste. Foto: Hans Jürgen Kugler

STAUFEN (hjk). Drachen gibt es nicht nur im Märchen, sondern auch in der Fauststadt Staufen. Der zweiköpfige Drache Nimmersatt alias Wilhelm und Isolde lebt im Wunderland und wird auf Diät gesetzt. Hungrig streift er durch die Gegend und trifft auf allerlei seltsame und gefährliche Leckerbissen. Auch wenn es mit dem Feuerspucken auf Anhieb noch nicht so recht klappen will – ordentlich mit Blitz und Donner Krach schlagen kann er schon ganz gut, wie Drache Nimmersatt am Samstag am Stadtsee zeigte. Und dazu noch kübelweise Gewitterregen – da fiel die Vorstellung des Kinder- und Jugendzirkus Faustino erst einmal buchstäblich ins Wasser.

Aber so schnell ließen sich die Bewohner des Wunderlandes nicht unterkriegen: Schwuppdiwupp wurde die Bühne geschrubbt, die Turnmatten und sonstigen Requisiten wieder trockengelegt. Von ein paar lädierten Elfenflügeln abgesehen, waren die Akteure bald wieder mit Feuer und Flamme dabei – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn zur Ausbildung der Drachenkinder gehört natürlich eine amtlich abgenommene Feuerprobe, die die kleinen Feuerspucker ablegen müssen, ehe sie mit den Lichtern spielen dürfen. Das taten sie dann aber so gekonnt, dass sie beim nun ebenfalls wieder trocken gelegten Publikum Beifallsstürme entfachten. Die haben sie sich auch redlich verdient, genauso wie die mit vielen Talenten gesegneten Bewohner des Wunderlandes. Da balancierten Kobolde auf Rola Bolas oder rollten auf großen Bällen über die Bühne.

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Tausendfüßler zeigten erstaunliche Tricks bei der Jonglage und Paradiesvögel kurvten auf dem Einrad umher. Die Mädels von der Turnergruppe machten auf den Schaukeln eine ebenso gute Figur wie auf dem Hochseil. Die Jungs ließen Diabolos tanzen und die Clowninnen riesige Seifenblasen. Auch ein kleiner Sketch durfte nicht fehlen, als eine toughe Reporterin Kobold Erwin Stinkefuß interviewte: Bei so viel phantasievoller Zirkusakrobatik hatte der auch Himmel ein Einsehen und ließ die Sonne bald wieder strahlen.

Autor: hjk