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08. Dezember 2009

Eine lebensrelevante Entscheidung

Die Berufspraxisbörse am Faust-Gymnasium bietet zum 15. Mal Informationen zum Jobeinstieg

  1. Auch junge Frauen interessieren sich für Berufe bei der Bundeswehr. Foto: Felix jehle

STAUFEN. Seit mittlerweile mehr als 15 Jahren findet am Faust-Gymnasium Staufen alljährlich eine Berufspraxisbörse für die Schüler der Oberstufe statt. Dieses Jahr ist das für 250 Schüler der K1-Stufe der Fall. Sie können einen Vormittag lang zwischen 25 verschiedenen Vorträgen wählen und sich über Ausbildungsmöglichkeiten, Studiengänge und Berufschancen informieren. Dabei werden viele interessante Einblicke in mögliche Berufsfelder geboten.

Ein gutes halbes Jahr nachdem die Schüler ihr einwöchiges BoGy (Berufsorientierung an Gymnasien) abgeschlossen haben, bietet sich ihnen die Möglichkeit, berufliche Neigungen zu vertiefen und gegebenenfalls auch erste Kontakte zu Arbeitgebern zu knüpfen. Da sie im nächsten Jahr voraussichtlich Abitur machen werden, ist es sicherlich langsam an der Zeit, sich damit zu beschäftigen. Vor allem, wenn man noch unentschieden ist.

Um genau diese Schüler für sich zu gewinnen, ist auch der Maschinenbauingenieur Hans-Joachim Jacob gekommen. Nachdem die Gymnasiasten in der ersten Stunde eine allgemeine Einführung in das Hochschulstudium bekommen haben, ist er einer der fünf ersten Referenten. "Ich hoffe, die Schüler interessieren sich für mein Berufsfeld." Er war schon letztes Jahr bei der Berufspraxisbörse dabei und hat Schüler erlebt, die ihre Entscheidung bereits zugunsten des Konstruktionsberufs gefällt hatten. Leider ist das laut Jacob aber nicht die allgemeine berufliche Entscheidung. "Im Jahr 2008 waren in ganz Deutschland knapp 100 000 Stellen unbesetzt. Ein Großteil davon in Baden-Württemberg."

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In den Pausen der Veranstaltungen unterhalten sich die Schüler angeregt über ihre Eindrücke und tauschen erste Erfahrungen miteinander aus. Lucas hat sich gerade den Vortrag von Hans-Joachim Jacob angehört und dabei ein gutes Bild vom Beruf behalten. "Man hat gute Chancen, in dem Job direkt übernommen zu werden", zieht er als positives Fazit. Als nächstes reizt ihn der Beruf des Architekten. "Schon als kleines Kind habe ich immer gerne Sachen zusammengebaut und konstruiert."

Während andere Schüler sich gerade mit dem Tätigkeitsbereich von Ärzten, Lehrern, Polizisten oder Psychologen beschäftigen, findet sich ein Großteil der Klassenstufe beim Vortrag von Marco Junghans wieder. Er klärt Interessenten, aber auch zahlreiche Interessentinnen über Verpflichtungen und Studiengänge bei der Bundeswehr auf. Eine der elementaren Fragen der Schüler (auch über alle Veranstaltungen verteilt) ist dabei die nach dem Numerus Clausus. Dass es diesen beim Bund nicht gibt, gefällt vielen der Zuhörer.

Aber natürlich wissen sie alle, dass ihr Notenschnitt trotzdem wichtig sein wird und ein gutes Abitur in vielen Fällen eine grundlegende Voraussetzung ist. Schließlich geht es bei der Berufsfindung ja um eine lebensrelevante Entscheidung, die man später nicht bereuen will.

Autor: Felix Jehle