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10. Februar 2012

Gefahr von Eis-Stau und Überflutungen wächst

Stadtverwaltungen und Feuerwehren beobachten die Lage am Neumagen mit zunehmender Sorge / Unschöne Erinnerungen an 1985.

  1. Gefiedertes Treffen am frostigen Neumagen: So schön das Eis am Fluss auch ist – es birgt auch seine Tücken. Foto: Peter Stahl

STAUFEN/BAD KROZINGEN (hub). Der starke Frost lässt Tiefbau-Experten und Feuerwehren in Staufen und Bad Krozingen inzwischen mit zunehmender Sorge auf den Neumagen blicken. "Wir stehen mit den Kollegen von der Gewässerdirektion des Regierungspräsidiums und von der Bauverwaltung in Bad Krozingen in engem Kontakt und beobachten die Lage genau", berichtet Josef Schweitzer, Leiter des Bauhofs in Staufen. Die Befürchtung ist, dass bei einem Wetterumschwung die inzwischen beträchtlichen Eismassen am und im Neumagen in Bewegung geraten und sich dann zum Beispiel an Brücken aufstauen könnten – was eine gravierende Überflutungsgefahr nach sich zöge.

Man sei bereits mit mehreren Baggerfirmen im Gespräch, die im Ernstfall mit schwerem Gerät anrücken könnten, um die Eisschollen aus dem Fluss zu ziehen. Das sei übrigens gar nicht so einfach, gibt Staufens Bauamtsleiterin Martina Schlatter zu bedenken. Auch für Bagger ließen sich die glitschigen Schollen nur schwer greifen. Diese einfach nur den Fluss hinunter treiben zu lassen könnte fatale Folgen haben. So geschehen im Jahr 1985. Damals trieben Eisschollen, die sich in Staufen gelöst hatten, den Neumagen hinab und stauten sich an Bad Krozinger Brücken. Es gab große Schäden durch Überflutungen, ein Feuerwehrmann geriet beim Kampf gegen die Eismassen gar in Lebensgefahr. Wie Feuerwehrleute berichten, die damals schon im Dienst waren, waren die Behörden damals drauf und dran, den Katastrophenfall zu erklären. Sogar über kontrollierte Sprengungen des Eises wurde nachgedacht.

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So bedrohlich ist die jetzige Situation freilich noch nicht. Noch überwiegt bei Vielen das Staunen über die eisige Schönheit, die sich an den Wasserläufen bildet. Viele sind mit der Kamera unterwegs, wie etwa BZ-Leser Peter Stahl, der das Bild links geschossen hat. "Doch so schön das Eis auch ist", sagt Bauhof-Leiter Schweitzer, "wir müssen auch die gefährliche Seite sehen".

Autor: hub