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29. Januar 2010

"Google Earth im Klassenzimmer"

Landkreis investiert 1,7 Millionen Euro in das Staufener Faust-Gymnasium

  1. Die Schulbank ist out: Gruppenunterricht am Faust-Gymnasium auf sogenannten Kommunikationswürfeln Foto: s. mÜller

So sieht der Unterricht der Zukunft aus: Das Klassenzimmer ist ein Lernstudio. Nicht nur die Kreidetafel ist längst passé, auch das Whiteboard hat ausgedient und wurde durch ein digitales Activeboard ersetzt. Anstelle starrer Holzbestuhlung sitzen die Schüler auf ergonomisch optimiertem Mobiliar, etwa in Form federleichter Kommunikationswürfel. Hinzu kommen praktische Einzeltische mit quadratischen Arbeitsflächen, ebenfalls für jede Gruppensituation individuell kombinierbar.

Für die Schüler des Faust-Gymnasiums in Staufen fängt diese Zukunft gerade an. Am Montag beginnt in den multifunktionalen Räumen des soeben aufgestockten Westtraktes ein neues Lernzeitalter. Acht Klassenzimmer sind hier entstanden, auf einer Fläche von 700 Quadratmetern, fünf Räume mit jeweils rund 70 Quadratmetern Fläche, drei kleinere Zimmer sowie Sanitärräume.

Die stattliche Summe von 1,7 Millionen Euro hat der Landkreis als Schulträger in diesen ersten von insgesamt drei Modernisierungabschnitten investiert. "Bauabschnitt I ist vollendet", verkündet Schuldirektor Hans-Joachim Kraus zufrieden. Dabei hat er bereits zwei weitere Sanierungsschritte im Visier. "Bis 2011 ist der Umbau des dritten Obergeschosses durch, 2013 muss der Neubau für den NWT-Sektor fertig sein."

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Unterdessen drängen die Oberstufenschüler in die mit moderner Technik aufgerüsteten neuen Räume. "Damit haben wir hier endlich eine adäquate Raumsituation, die für uns die Umsetzung zeitgemäßer Unterrichtsmethoden zulässt", ist Kraus überzeugt. In der Praxis sieht das Ganze dann wie folgt aus: Direkt aus dem Internet werden Inhalte hochgeladen und mittels Beamerprojektion auf dem Aktiveboard dargestellt. "Google Earth im Klassenzimmer", kommentiert Kraus die neue Technik. Mit einem Touch Pen wird die elektronische Lernplattform bearbeitet. Ein Tipp aufs Bild genügt, schon zoomt es hoch. Auch eine Speicherung der einzelnen Arbeitsschritte und der Versand via E-mail sind möglich. "So können wir das vermittelte Wissen dokumentieren und weiter als Arbeitsgrundlage nutzen", erklärt Kraus, der gesteht, dass Schüler wie Lehrer bei diesem neuen System jeden Tag noch dazulernen.

Autor: sam